Schöne Momente
 
 
Unser digitales Logbuch – sucht euch ein Datum aus und klickt durch unseren Alltag. Ihr findet Berichte, Photos & Gedanken; vieles was uns täglich bewegt .
 
 
 

Mai 2008

Dodekanes und Kykladen

Rhodos über Athen bis Santorin

Mai 2008:

31. Mai 2008   Santorin
 

Iiiaaaahh-iiiaahhhh..... wie Mulis (die Touri-Esel waren morgnes früh leider noch nicht im Einsatz) schleppten wir TiTa's Gepäck die Klippen hinauf zur Busstation. Nach einer Stunde Entdeckung des Hauptortes Thira (noch viel tourisischer und nicht mit so viel Flaire wie unserer Dörfchen Ia) düsten TiTa zu der highspeed Fähre, die sie zurück nach Athen bringen sollte. Wir nahmen den nächsten Bus zu einem kleinen Weindorf, um auf den höchsten Berg (well, Erhebung) zu steigen, um den Ausblick auf diesen Riesenkrater so richtig zu geniesen.
Ein bisschen Internet am Nachmittag kamen wir am frühen Abend wieder bei BAJU an. Das erste Mal, dass wir den ganzen Tag unser Schiffchen allein gelassen haben. Aber er hing ja sicher an einer fetten Tonne.

hier geht es weiter in den Juni

     
30. Mai 2008 Ios - Santorin

 

 

Seit langem mal wieder eine unruhige Nacht. Der Meltemi pfiff uns die ganze Nacht um die Ohren, so daß nachts sogar Max, unser Windgenerator, ausgestellt wurde, da wir dachten ein Hubschrauber landet auf unserem Sonnendach (kleine Segelkunde: Bimini). Hatten wir schon vorsorglich lange Kette gesteckt (kleine Segelkunde: bei langer Ankerkette, so das 5-7 fache der Wassertiefe, hält der Anker besser), fingen die Nachbarschiffe in der Nacht an hektisch mehr Kette zu geben, während wir uns im Bett nochmal umdrehten. Ok, so entspannt waren wir dann auch wieder nicht.
Der Anker hielt aber wie eine eins, und so konnten wir uns nach gemütlichem Frühstück dem Anker-auf zuwenden, mussten doch 2 Anker geborgen werden. Ohne Segel schossen wir mit knapp 6 Knoten Geschwindigkeit aus der Bucht heraus, Richtung Santorin, der größte aktive Vulkankrater der Welt. 1500 v.Chr. flog hier die halbe Insel in die Luft und hinterlies ein beeindruckendes Naturschauspiel, was es zu entdecken galt.
Vor Santorin war dann plötzlich der Wind weg und uns schauckelte eine mörderische Hacksee durch, als wenn alle Wellen dieser Welt hier zusammen laufen. Nach der beeindruckenden Einfahrt in den Krater machten wir an der Nordseite der Hauptinsel an einer Mooring fest. Bei einer Tasse Kaffee konnte man in Ruhe dieses Naturschauspiel auf sich wirken lassen: Hundert Meter hohe Felswände in verschiedenen Farben und Steinformationen (ein Geologe wüßte hier wahrscheinlich gar nicht, wo er anfangen sollte zu schärmen) und an der Oberkante die weiß getünchten Kykladendörfer. Ach, und in der Ferne nahe dem Hauptort unsere ganz speziellen Freunde, die Kreuzfahrschiffe. In dieser Kulisse eigentlich ganz hübsch anzusehen.

Santorin ist der Hammer. Stundenlang schlenderten wir durch dieses dreidimensionale Häusergewirr des Dörfchen 'Ia' und konnten eigentlich überall über die Klippen BAJU unter uns sehen. Ein witziger Anblick und schön immer sein Apartment zu sehen. Klar, ganz schön viele Touris aber die bleiben bei so einem Naturschauspiel natürlich nicht aus. Den Sonnenuntergang chillten wir, mit hundert anderen Urlaubern, mit Wein und Chips an dem bekanntesten sundowner Plätzchen am Nordwestzipfel der Insel. Die zick-zack Gasse die Klippen herunter fiel uns schon leicht angeschwipst nicht sehr schwer.
Abends haben wir dann Thommy und Tina mit einem BBQ a la BAJU verabschiedet.

     
29. Mai 2008 IOS  

 

 

Die Insel und vor allem das Dörfchen sollten laut 'Cruising Guide' ein Backerpacker Hang-out sein. Auch von Freunden haben wir nettes von IOS gehört. Auf zur Inselerkundung.
Unsere Erwartungen wurden mehr als erfüllt: Enges, dreidimensionalen Gassen wirr-warr mit netten Cafes und Bars, gefühlte 100+ kleine Kirchen und Windmühlen. Ein absolutes high-light war die Wanderung auf einem Bergrücken mit Blick auf Dorf im Terrassenanbau auf der einen, und BAJU-Ankerbucht auf der anderen Seite. Dazu noch kleine Kapellen mit bunten Blumen. Traumhaft! Nach der anstrengenden Bergbesteigung, wir hatten so um die 30 Grad, gönnten wir uns erstmal einen Eiscafe in einem der vielen netten Cafes im Schatten unter den Weintrauben. Oh Seglerleben, wie lieblich du doch schmeckst....
Backpacker Eldorado heisst Wäscherei. Super, sollten doch noch min. 10kg gereinigt werden. Unser 'wonderwash' ist ja super, aber 10kg? Also, Rucksack auf und wieder den Kilometer bergauf ins Dörfchen zum Wäsche abgeben.
Wir hatten eingentlich schon beschlossen einen Segelruhetag einzulegen und das Ankergeschirr nicht in die Hand zu nehmen, da wurde diesem Plan einen Strich durch die Rechnung gemacht: Coast Guard Oberhäuptling mit Gehilfen im übermotorisierten Schlauchboot tuckerten an. Wir müssten von unserem Ankerplatz, den wir eigentlich sehr schick fanden, verschwinden. Ein grosses Kreuzfahrerschiff sei im Anmarsch und braucht Platz zum manovieren. So was blödes! Waren wir noch nie Kreuzfahrerfans, fangen wir jetzt an die Dinger echt zu hassen. Stinken, klötern laut, wollen einen auf hoher See überfahren, lassen die Preise im Ort kurzfristig in die Höhe schnellen und jetzt verjagen sie uns auch noch aus unserer "Heute-Ruhetagsbucht". Frechheit! Aber ok, wir sind kleiner und Coast Guard ist Coast Guard.
So tuckerten wir um die Ecke in die Nachbarbucht, die eigentlich noch viel netter war als die vorige. Und da sie sehr eng war, brachten wir gleich 2 Anker aus.
Jetzt waren es nicht nur den Kilometer bergauf, um die Wäsche abzuholen, sondern von dem kleinen Strand, an dem wir lagen, über einen hohen Hügel auf dem Trampelpfad eine ganze Weile weiter. Zum Glück hält fast jeder Grieche beim 'Autostoppzeichen' an und nimmt einen mit. So war es zum Schluss nicht ganz so schlimm und eine gute Entscheidung diesmal unsere Handwaschmaschine zu betrügen.
Von der 'To-Do Liste' wurde Welle und Ankerwisch einfetten (Danke für die Hilfe Thommy) erledigt, während Heike das Boot mit hübsch bunten Wäsche-Fahnen behängte. Ein tibetischer Mönch hätte uns für einen Tempel halten können. Da der Wind zum Abend immer stärker wurde, musste leider beschlossen werden das gemeinsam geplante Landessen mit Diskobesuch abzusagen. Safety first. So tigerten TiTo alleine zum Landgang in das nette Dörfchen, um dort die Abend-/Nachtstimmung zu schnuppern.

 

 

28. Mai 2008   NAXOS (Eis-Schlemm-Stop), dann IOS


 

Wir jagen nach Touri-Punkten!
Nach einem Frühstück mit der atemberaubende Kulisse des kleinen Fischerdörfchens (wir lagen ja wie gesagt nicht nur in der ersten Reihe sondern eigentlich mittendrin) motorten wir die 8 Seemeilen zur Nachbarinsel Naxos, um noch ein paar Abenteuerpunkte zu erhaschen. TiTo gingen auf Altstadt-Discovery-Tour während die BAJU Stammbesetzung sich der Schiffswartung zuwendete. Der Naxosstop wurde mit einem gemeinsamen Eisschlemmen gekront, kannten wir doch von unserem vorigen Aufenthalt in Naxos eine mega Eisdiele.
Alle waren heiss und wollten an diesem Tage noch mehr.... So gingen wir, mal wieder unter Segel, 'Anker auf' Richtung Süden, haben Tina & Tom doch beschlossen die Fähre von Santorin zurück nach Athen zu nehmen. Also Südkurs, herrliches Schmetterlingssegeln bei 5-8kn. Tom in seinem Element. Eigentlich wollten wir ja nur die Südbucht von Naxos erreichen. Da es aber so fantastisch lief, steuerten wir gleich zur nächsten Insel IOS.
DELPHINE... und was für dicke Dinger! Leider spielten diese Prachtexemplare nicht lange mit unsere Bugwelle. Die letzte Stunde mussten wir motoren und da störten die Delphine sich wohl am Motorenlärm. Ok, wir hatten Verständis dafür.
Der Sonnenuntergang wurde in der Buchteinfahrt von IOS mit toller Küstenformation zelebriert. Der Anker fiel vor Dunkelheit in einer grossen Bucht vor dem Hauptort, der sich ein paar Kilometer bergauf befand. Es war fast windstill und die Nacht so sehr ruhig.
     
     
     
27. Mai 2008 PAROS, Naoussa  
Vor einer Traumkulisse fiel unser Anker heute in Naoussa - dem schönsten Hafen der Kykladen. Es ist wirklich wunderschön. wir hatten einen o.k. Segeltag mit Flaute und 4-5kn Wind, von allem etwas. Da unser Wassertank total leer war, nahmen wir nun endlich unseren Wassermacher in Betrieb. Nur ein Leck, was sofort in Ordnung gebracht wurde. Geil, nun sind wir neben Strom auch noch Wasser unabhängig. Ein tolles Gefühl; und das Wasser schleppen hat ein Ende.
Ein Bummel durch das gemütliches Städtchen, beim Metzger Fleisch zum grillen eingekauft und natürlich der provisorische Stop im Marinaladen und zurück auf Baju, um das Grillen vorzubereiten. Thommy und Stefan schleppten Wasser und wir konnten wieder spülen und duschen. Abends schliefen wir diesmal draussen auf dem Netz - unter Sternenhimmel und plätschern einschlafen, mit der Sonne aufwachen, einfach gigantisch.
 
26. Mai 2008 SIROS, Finikas  
  Gemütliches Frühstück, danach Schnorcheln für die Männer und die Frauen gingen auf Kräuterjagd. Frischer Thymian hängt von nun an in der Küche und verbreitet seinen Geruch im ganzen Schiff. Lecker, Feta mit Thymian, Thymian-Butter,.....
Um 10 Uhr ging es – wieder unter Segeln - los - Richtung Finikas, eine Bucht im Süden der Insel Siros. Nach 4 Stunden Segeln, schlafen, chillen, machten wir an einer Mooring vor dem Hafen fest. Nach der üblichen Mooring-Schnorcheling-Aktion war sichergestellt: fette Betonklötze – das wird halten. 10 min später hatten wir ein freudiges Wiedersehen mit Gabi & Michael von der ‚Beluga’, die wir bereis aus der Türkei und aus Symi kannten. Nach der üblichen griechischen Siesta fuhren wir mit dem Taxi in die Hauptstadt der Insel, Ermoupoli, was auch die Hauptstadt aller Kykladeninseln ist. Wunderschön! Man merkte, daß hier Wohlstand herrschte, prächtige Bauten, tolle Kirchen und noble Villas prägen das Stadtbild. Das einzige der Kykladen mit einem wirklich städtischen Charakter. Ermoupoli ist mehr auf Wochenend-Athener ausgelegt, als auf ausländische Touris, ein Grund mehr das Städtchen zu erkunden. Nach typischem Giros-Pita sind wir mit dem Taxi zurück zur BAJU.Es wr schon fast dunkel, als wir wieder an Bord ankamen. Die Beluga Crew wurde zu uns für einen Drink eingeladen und wiie immer tauschte man Seglerwissen aus, v.a. Tips, wo man wie am besten Ankern kann, was macht man mit frischem Thymian macht und vieles mehr. Ein toller Tag mit Segeln, Siesta, Touri-Programm und Besuch.

 
25. Mai 2008 SIROS, Ormos Grammata oder die „Thymian-Bucht“  
Um 9:50 Uhr legten wir galant unter Segeln ab, ein schöner Segeltag mit Speed von 0-8 Knoten, Thommy – der Steuermann – hatte bei 8 kn Spass, als der Speed gegen 2 kn sank, durfte Günther wieder ran. Thommy übernahm sowieo recht schnell trieben von seinem seglerischen Interesse die Aktion an Bord. Schön, so konnten wir alles mal locker angehen und uns anderweitig beschäftigen. Am zweiten Segeltag wurde übrigens Tina schon in die Maneuver und Knotenkunde eingeweit. Mal sehen, wenn das so weiter geht haben wir ne richtig entspannte Woche.... ;-)
Die Sonne brannte und kein Fisch biss an. Seit ein paar Tagen sind unsere Angelleinen aktiv, bis dato leider ohne Erfolg. Abends erreichten wir die Insel Siros; recht spät, erst um 21 Uhr. In dem Moment in dem wir in die Bucht einliefen kamen uns Duftwolken von Kräutergerüchen entgegen. Was für ein Erlebnis - so intensiv. Nach Ausbringen einer Landleine wurde gegessen und die Kojen riefen. Ruhige Nacht.
 
24. Mai 2008 EVIA, Ormos Karistos  
  Heute ist Samstag, der Tag des klassischen Bettenwechsel´s. So auch bei uns. Während die Pietschies noch ihre letzten Urlaubsstunden nuzten, um einen Geochatch zu entdecken, machten wir BAJU klar für die neuen Gäste. Wie immer heisst das Shoppen, Putzen, Wasser checken etc. Dann erfolgte ein fliegender Wechsel, sogar mit kurzer Vorstellrunde, und die Pietschies wurden gegen Thommy und Tina als neue Mitsegler ausgetauscht.
Nach kurzem Mail- & Windcheck im Internetcafe (nein, die Funke ist noch nicht eingebaut) und Kauf von frischem Fisch, waren alle an Bord und in einem perfekten Ablegemanöver, was durch unseren einen Motor nicht ganz einfach war, verliessen wir Rafina Hafen.
Der Wind war recht wechselhaft, so haben wir 4 oder 5 Mal die Richtung und die nächtliche Zielbucht geändert. Aber wir schafften es noch bei Helligkeit in einer geschützten Bucht anzukommen. Glassklares Wasser und v.a. ihre neuen Neoprenanzüge verlockten Thommy und Tina zu schnorcheln. Abends gab es gegrillten Fisch ‚a la BAJU’. Der Wind schlief komplett ein, so hatten wir eine super ruhige Nacht. Unser Anker hing wohl an 3 Kettengliedern :o)) Wer es glaubt – Thommy + Tina haben erstmal im Netz gepennt – somit waren sie die Ersten! Wir, beim Chartern immer die ersten, um draussen zu schlafen, hatten bis heute noch nicht mal darüber nachgedacht.... naja es rennt uns ja nicht weg. Ach ja, Mückennetze hängte Stefan auf, da doch einige unterwegs sind, um uns nachts zu ärgern.


 
23. Mai 2008 Festland Griechenland, Hafen Rafina  
 
Nach einem gemütlichen Frühstück, Baden und Landspaziergang legten wir mittags ab, um Rafina, die Endstation für die Pietschies, zu erreichen. Nach ein paar gemütlichen Stunden segeln machten wir im EU Hafen fest. Ein Hafen, an dem noch gebaut wird und somit frei von Gebühren ist. Toll diese EU Fördergelder :o)) Wir haben gehört, das es speziell in Griechenland viele Häfen gibt, die an sich fertig gebaut sind, allerdings ohne Wasser-/Stromanschluss, aber für die EU Geldgeber als nicht fertig gelten, da sie sonst die Fördergelder zurück zahlen müssten. Ob das stimmt haben wir keine Ahnung, gezahlt haben wir nichts. Die Polizei hat uns nur höflich darauf hingewiesen, das wir eigentlich hier nicht liegen dürfen, aber o.k. für eine Nacht.
Pietschies badeten noch ein letztes Mal am Rafina Beach und kauften für ein abendliches BBQ Festmahl lecker Fisch und allerlei Genüsse ein. Wir checkten Internet, Schiffsausrüster und eine Wäscherei – letzte 2 leider vergeblich. So muss ‚Wonderwash’ wieder herhalten und wir trainieren unsere Muskeln.
Abends wurde nach dem Festmahl eine Segel- und Knotenprüfung von (fast) allen Pietschies abgelegt und bestanden. Dafür, das sie noch nie segeln waren, geschweige denn auf einem Boot gelebt hatten, haben sie fast alle Fragen zur Perfektion beantworten können und die Knoten wurden blind hinter dem Rücken gemacht. Toll! Der Abend war ein bisschen überschattet von Abschiedsschmerz - wer weiss wann man sich wieder sieht. Aber ihr seit ja alle Seglerprofis geworden und die Segelkunde 2. Teil folgt nächstes Jahr.

 
22. Mai 2008 Festland Griechenland, Porto Rafti  
  Am Morgen sollte an der Landzunge unseres tollen Naturhafens ein ‚Multi-Cache’ gehoben werden, deren Koordinaten die Basisstation (Alex Ramin) uns zuvor per SMS hat zugeschickt. Eine herrliche Wanderung führte uns über 2 Stationen zur Spitze einer Felsküste dessen Ende ein Leuchtturm kronte. Wir wurden mit einem Cache und einer tollen Aussicht belohnt.
Wieder zurück auf BAJU wurde unter Segeln abgelegt – Richtung Festland. Eine Zielbucht war nicht ausgeguckt und so checkten wir 2 super Naturbuchten auf der Insel Makronissos aus. Leider konnten wir nicht in den einsamen Buchten mit Bikini-Kühen und Grotten übernachten, da sie doch zu offen zum offenen Meer lagen. Also weiter nach Porto Rafti, was in dem Segelführer als völlig zugebautes Athen-Wochenend-Villa-Domizil beschrieben wurde. Wir konnten diese Meinung nicht ganz teilen und fanden unsere Ecke der Bucht, in der wir uns an eine Mooring gebunden haben eigentlich ganz charmant.
Nach einem wieder langer Segeltag wurde der Landausflug auf den nächsten Tag verschoben. Auch hielt uns die Mooring-Umlegeaktion noch auf trab, da ein Fischer an unsere/seine Mooring wollte.
Da die ganze Nacht fast Windstille herrschte, reichten 2 Kettenglieder aus, um uns auf Position zu halten, aber das weiss man ja nicht vorher.
 
21. Mai 2008 KEA, Ormos Vourkari  
 
Nach einem gemütlichen Segeltörn machte wir am frühen Nachmittag in einer grossen Bucht im Norden von Kea an einer Mooring fest. Das obligatorische ‚Mooring-tauchen’, um sich zu vergewissern, daß die Boje auch gut gewartet und gross genug ist, wurde damit belohnt, daß wir Miesmuscheln an der Mooringkettepflücken konnten. Zwar nicht genug für alle aber eine leckere Vorspeise.
Nach langer Badesession – irgendwie war in diser Bucht das Wasser wärmer als anderswo – spazierten Heike und die Pietschies ins nächste Fischerdörfchen. Stefan lötete auf BAJU ein paar Stromkabel, um das Schiff nicht alleine zu lassen, nahm der Wind doch am Nachmittag stark zu.

 
20. Mai 2008 Insel KEA, Bucht Orgias  
  Der Morgen wurde genutzt, um das Hafenstädtchen Loutra zu erkunden. Auf dem Wege dorthin entdeckten wir heisse Thermalquellen, die direkt ins Meer mündeten. Kurzerhand zogen sich Stefan und die Kiddies nackig aus und es wurde erstmal richtig im heissen Wasser gebadet. Nackt baden in heissen Quellen im Naturbecken – das war schon immer Stefans Traum gewesen und da wir auf Kos von den heissen Quellen so enttäuscht wurden, war Stefan richtig begeistert wieder welche gefunden zu haben. Aber wohl nicht mit 3 Kindern, die ins Wasser pieseln... Er hatte eher Vorstellungen von einer Vollmondnacht mit Champagner. Na ja, nächstes Mal!
Anschliessend entschieden wir uns zu einer Wanderung in den Hauptort der Insel Kithnos. Der Weg war lang, die Sonne knallte und einen Bus gab es nicht, also streckten wir den Daumen raus und wanderten. Die super Karossen fuhren alle in schnellem Tempo vorbei aber keiner hielt an. Bis ein alter Mann auf seinem Esel kam und er Jakob und Philipp (die beide ‚Kleinsten’) ein Stückchen auf dem Eselsrücken mitnahm. Die Begeisterung war ihnen ins Gesicht geschrieben. Die anderen sassen auf der Ladefläche eines Pick-ups und schwups-die-wups landeten alle in dem 5km entfernten Kithnos. Nach einem gemütlichen Bummel durch die drei dimensionalen, weiss-blauen Gäschen und einem Feta-Blätterteil-Stückchen, fuhren wir wieder per Anhalter zurück zu BAJU. Anker auf und ab Richtung Kea. Die Begegnung mit einem Frachter war zum ersten mal nicht so angenehm, da er uns die Vorfahrt stahl und wir im letzten Moment ausweichen mussten. Das nächste Mal strecken wir unseren nackten Hintern raus, Idioten!;-)
Da heute wieder Südwind war, stellten wir die Segel auf Schmetterlingskurs und ab gings weiter Richtung Norden. Abends um 8 Uhr krachte der Anker in einer Badebucht auf Kea in den sandigen Ankergrund. Nach Ärger mit einer Badenden – wir ankerten ihr zu dicht an Land – verlief der Abend doch ruhig. Sie rief die Polizei, die auch gleich kam, aber trotz heftiger Debatten am Strand nichts unternahm / unternehmen wollte. Der Strand war hunderte von Metern lang, da musste wohl selbst die Polizei grinsen. Unser BBQ bruzelte und es wurde seit langem mal wieder über die noch offene ‚to-do-Liste’ diskutiert, die schon fast in Vergessenheit geraten war.



 
19. Mai 2008 KITHNOS, Loutra, Ormos Ay Irini  

Die Windvorhersage war Süd – ja wirklich, Südwind – wir konnten es selbst nicht glauben! Nach 3 Wochen stammer Norderwind eine angenehme Abwechslung. Da wir am Ende der Woche in Athen/ Rafina sein wollen, mussten wir die angesagten 17kn Südwind ausnutzen, um möglichst viel Strecke nach Norden zu segeln. Die Folge war ein super langer Segeltag. 12h segeln – meist Schmetterling, was für ein Traum, endlich mal Blauwasser-Segeln pur. Es waren zwar nicht 17kn, eher 10kn Wind, aber ein sehr angenehmes Segeln. Die Kiddies hatten zum Glück ihren Gameboy dabei und so lagen sie viel in der Koje und spielten, oder schauten vorne im Netz nach Delfinen, die sich leider nicht blicken lassen wollten. Abends haben wir uns mit 2 Ankern und einer Landleine in einer typisch kykladischen Bucht festgemacht.
Da die Kiddies sich den ganzen Tag nicht bewegt hatten, wurde das Beiboot ins Wasser gelassen und die Aufgabe war ans Ufer zu rudern und nach Eis zu fragen. Die Erwachsenen beobachteten das Schauspiel, da manchmal heftige Fallböen bliesen und sie so gegenan rudern mussten. Es gab Momente, da wäre der Papa, der schon in Badehose bereitstand, fast ins Wasser gesprungen, um seine Kinder „zu retten“. Nach schreienden Anweisungen von Stefan haben sie es dann doch geschafft wieder heile an Bord zu kommen. Ffür Eltern und Kinder ein gutes Manöver, da hier die Kraft des Windes gespürt wurde. Diskussionen über „warum muss ich eine Schwimmweste tragen“ müssen wir von heute an bestimmt nicht mehr führen. Abends wurde gespielt und es ging früh ins Bett, trotz des ganzen Tages „nichts-tun“, war jeder hundemüde und ab 9 lagen alle in der Koje.
 

 

16.5.2008 Sind heute von der Bucht im Sueden von Naxos zu Naxos-Stadt hochgekreuzt - 4 lange Schlaege Liegen hier herrlich mit Blick auf die Altstadt und den 'Delion Apollo'. Haben dort auch gleich einen Cache gemacht. Werden heute noch in den Norden von Paros schippern.

15.5.2008 - Abends (Naxos) Flotter Ritt bei 25 kn (!!) Wind und Kacksee hierher. Erstes Mal keine Landsicht! Fetter Schwertfisch neben uns 3 mal aus dem Wasser gesprungen - cool. Morgen vielleicht Stadt. Jrtzt erstmal lange schlafen.

15.5.2008 (Fournoi): Gestern hierher gemotort. Nachts fettes Gewitter und Fallböen. Jetzt gleiten wir Richtung Naxos. Dodekanes ade. Kykladen wir kommen

14.5.2008 (Patmos): Gestern um 6 Uhr morgends herrlich hierher gesegelt. Cali und Willie eben mit Fähre nach Kos. Gehen jetzt nordwärts um morgen großen Schlag nach Naxos zu machen

12.5.2008 (Leros) Wegen Seegang umgereht, dann im Süden von Leros aufgekeuzt. Super Sportsegeln. Festung und Windmühlen besichtigt. Eben Restaurant

11.5.2008 (Leros) Sind geradewegs, teilweise mit einem Reff nach Leros gesegelt. Super Schlag, 6 - 9 kn. Gerade Dell Laptop zerschossen (verlötet)

10.5.2008 (Astypalaia.) Hatten heute einen genialen Segeltag von Kos nach Astypalaia. Nach dem Festmachen an der Mole das sehr nette blau-weisse Bilderbuch Dörfchen besichtigt und die Festung auf dem Berg erkommen. Na,und WLAN... wenn das nichts ist.

9.5.2008 (Kos): Liegen noch Kos an Mole, Beim Kreuzen Schwert abgebrochen. Die letzten 2 Tage Reparatursachen besorgt. Loungen gerade auf dem Netz. Morgen früh Richtung Norden.

7.5.2008 Heute großen Schlag gemacht. Schöne Tour. Bleiben wohl morgen hier wegen Sturm.

6.5.2008: Haben heute versucht, Richtung Kos zu kommen aber wegen Seegang abgebrochen.. Liegen an gleicher Stelle. Morgen früh erneuter Versuch

5.5.2008 Höllenrit am Wind bis zum Kap durch Monstersee, dann Motor duch Turboböen hierher. Solarzelle vom Bimii geflogen, aber gerettet.

4.5.2008 Gestern bei Sonnenaufgang mit 3 großen Schlägen wieder in die Klosterbucht auf Symi. Spät nachmittag nach 2 Ankerdriftungen Zweitanker und Landleine ausgebracht. Nachts Monster Fallböen. Morgen planen wieder früh weiter. Es kachelt ganz gut. Heike und Willie sind in der Stadt, Stefan arbeitet.

 

 

 

 

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