Oktober 2008:
| 31. Oktober 2008 - Arrecife , Lanzarote / Kanarische
Inseln (N 28 58.10 - E 13 32.13) |
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Nach über 2 Wochen Traumbuchtliegen war es dann an der
Zeit, ein bisschen weiterzuziehen. Auslöser war die Vorhersage für starken
Westwind, für den unsere Bucht keine Schutz bot. Wir waren wohl nicht
die einzigen, die zu dieser Erkenntnis gelangten. Am Morgen gingen alle
verbliebenen Yachten 'Anker-auf'. Fast synchron. Nach so langer Zeit der
Ruhe ein witziger Anblick. Synchronankern - noch nicht olympisch!
Mit so fast 10 Yachten ging es Richtung Arrecife, der Hauptstadt von
Lanzarote, wo man im Hafen ankern könne. Vorbei an beeindruckenden Riffs,
an den sich die hohe Passatdünung brach, segelten wir an allen Schiffen
vorbei und fotografierten uns kräftig gegenseitig, hat man doch so viele
Fotos vom Schiff, aber nie unter segeln. Die letzten 2 Stunden waren dann
nach Windrehung und starker Zunahme recht sportlich (2. Reff) und leider
gegenan. Nun ja, das Wichtigste war, dass wir den 12 Meter open-bridge
Katamanran 'Pukuri' einholten. Kurz vor Arrecife waren wir neben ihnen
:-)
Arrecife war voll und eine nach der anderen Yacht lief in den Hafen voller
Untiefen ein. Nach wilden Ankermanövern hattten wir endlich einen akzeptablen
Platz gefunden und da Untiefen in der Seekarte eingezeichnet waren, kreisten
wir 2 Mal zwischen ankernden Yachten, um die geplante Ankerstelle auszuloten.
Beim 3. Anlauf riss das eine Steuerseil. Schöner Mist! Kein Steuerseil
hies keine Lenkung mehr! Blöd in einem vollen Hafenbecken mit Untiefen
an jeder Ecke.
Ich besann mich auf die Vorteile unseres 'Nur-Rechtskurven-Antriebes'
und buxierte BAJU an 2 Yachten vorbei an die geplante Ankerstelle. Die
Crew des einen Schiffes (deutlich kleiner als unser Aludampfer), an dem
ich mit Vollgas 15 cm vorbeirauschte, war sichtlich sehr nervös und zum
fluchtartigen Verlassens ihres Schiffes bereit. Heike war weiss im Gesicht
und hatte den Fender parat. Dann plumste aber der Anker an die Stelle,
wo wir ihn haben wollten und hielt zum Glück beim aller ersten Mal. Das
hätte schief gehen können!
Mit meiner speziellen Schwimm-Ankerausbring Methode (Anker wird an einen
grossen Fender gebunden und schwebt so im Wasser, so dass ich quasi Anker-Gassi
gehen kann) habe ich sofort einen 2. Anker ausgebracht und so die brenzlige
Situation endgültig für uns geklärt. Nach der Entschuldigung bei den verschreckten
Nachbarn und sofortiger Reparatur des Steuerseiles war die Aufregung vorbei.
Und wir machten uns auf den Weg zur Odin, um Steffi´s Geburtstag zu feiern.
Hallo Lanzarote! |
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| 23. - 30. Oktober 2008 - Graciosa (Playa Francesca)
, nördlich von Lanzarote / Kanarische Inseln |
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Mal wieder wieder ein Grund zum freiern gefunden...!
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Immer noch Graciosa!
Es scheint fast so, als würde uns diese Bucht nie mehr loslassen. Unser
Anker muss denken, wir hätten ihn vergesen.
Ja, drausssen weht ein ziemlich kräftiger Wind, die Dünung ist hoch...
aber in Wahrheit geniesen wir einfach die Zeit mit unseren Seglerfreunden
in der Bucht. Dies ist für uns das erste Mal, dass wir wirklich ohne jeglichen
Termindruck in den Tag hineinleben. Frühstück da, Kaffeerunde hier, Abendbrot
dort,...
Am Ende des Tages sind keine Meilen gesegelt und auch nur manchmal Punkte
der 'To-Do Liste' abgearbeitet, aber zufrieden fallen wir abends ins Bett. |
Besuch beim Frühstück:
Ein grosser Manta-Rochen!
Bis uns das Wasser zu kalt wurde spielten wir mit diesem neugierigem
Plantonfresser, der so majestätisch durch das Wasser schwebte.
Ein einmaliges Erlebnis!
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Bertel & Ich haben Spass |

Harte Jungs
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Frauenrunde....
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| 18. - 23. Oktober 2008 - Graciosa (Playa Francesca)
, nördlich von Lanzarote / Kanarische Inseln |
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Sind wir schon über einer Woche hier?
Ja, ohne wirkliche Termine und von nichts getrieben liegen wir in dieser
landschaftlich tollen Bucht, fernab von jeglichen Trubel. Um uns herum
schroffe Vulkanlandschaft deren Farben sich im Wechsel des Tageslichts
verändern. Licht und Schatten wechseln sich schnell durch die Passatwolken,
die hier vorbeiziehen, ab. Ab und zu mal ein kurzer Regenschauer.
Ein Dörfchen liegt 30 Minuten Fussmarsch entfernt. Dort gibt es 2 Geschäfte,
einen Fleischer, eine Bäckerei und die Post. Strassen sind ungeteert.
Überall stehen Jeeps rum, die aber kaum bewegt werden. Grossattraktion
ist das Touriboot, was von Lanzarote herüberschippert und Gäste für 2
Stunden in unserer Bucht absetzt.
So leben wir in den Tag hinein, erledigen allerhand Kleinigkeiten auf
BAJU, besteigen Vulkane, baden, surfen und verbringen sehr viel Zeit mit
unseren Seglerfreunden: Kaffeetratsch, BBQ, Lagerfeuer am Strand, Fischköder
workshop, ...
Wir geniessen die Zeit! |

Unsere traumhafte Ankerbucht "Graciosa"
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Schnell findet man auf der gemeinsame Strandparty Kontakt
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Sabine & Heike haben Spass |

Hannes war der
"Derrik von Österreich" |

Der harte Kern - Fazit: die jungen Leut' feiern länger ...
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Nach Marokko, trafen wir hier auch den französischen
Skipper 'Michel' mit seinem Katamaran 'No Limit' wieder.
Mittlerweile 8 (!!) Kinder an Bord. |

Der Weg zum Supermarkt

Die Hauptstrasse in der "Stadt"
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Ich surfe durch die Ankerbucht - ein Traum... |
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Tolle Farbspiele der Natur  |
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Ein Tag war etwas mehr Wind
und die Wellen brachen sich am Riff. |
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Gipfelstürmer |

Kaffeerunde auf BAJU |

Konzentriertes Angelköderbasteln |
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15. - 18.10. - Graziosa (Kanaren), Playa Francesa Die Berichte der Segler über Graziosa bestätigten sich: Die Ankerbucht liegt traumhaft in Mitten einer atemberaubenden Vulkanlandschaft. Schneeweisser Strand direkt vor uns, dahinter die für Lanzarote typische rotbraune karge Landschaft mit Büschen und Sträuchern, farbenfrohe Reliefs sind in die Vulkane gemalt.
Die geschützte Ankerbucht gehörte fast uns alleine, bis am nächsten Tag, die Madeira-Segler ankamen. Wo wir am Abend noch über eine leere Bucht schauten, tummelten sich am Morgen knapp 10 Yachten. Da aber viele Bekannte dazugehörten, freuten wir uns über das (geplante) Wiedersehen. Anna & Hakan von der UNICORN, Sabine & Hannes mit ihrer CAYENNE, mit denen wir viel zu wenig Zeit im Mittelmeer verbringen konnten. Die Hälfte der Yachten hatten wir auf alle Fälle schon irgendwo einmal gesehen.
Schnell folgten Einladungen zum gemeinsamen Sundowner, BBQ, quatschen,.... Und da unsere To-Do-Liste ja seit längerem unter Kontrolle ist, genossen wir in einer herrlichen Bucht (zum ersten Mal) das richtige Blauwasser"Segeln"!! Kann es ein schöneres Leben geben?
Hauptthema für uns diese Tage ist die ROUTE FÜR DIE NÄCHSTEN 1,5 Jahre. Ja, welch' Alltagsprobleme!
Kapverden zu Weihnachten ist fix, da 6 Wochen Kanaren reichen. Ausserdem könnte es für unseren Geschmack 5 Grad wärmer sein. Also, ab in den Süden, der Sonne hinterher! Aussderdem wollen wir genügend Zeit auf den Kapverdischen Inseln zum Tauchen, Surfen und Kiten haben.
Zum Karneval dann rüber, aber wohin? Trinidad/Tobago oder Brasilien? Unten um Südamerika rum oder Panama-Kanal? Unserer Entschluss, über den wir noch ein paar Nächte schlafen werden: Salvador (Brasilien),dort das Schiff für einige Zeit im Hafen lassen und den Kontinent ein wenig per Rucksack erkunden. Dann langsam an der Küste entlang über French-Guyana, Suriname und Guyana nach Trinidad/ Tobago und Venezuela, um dann Dezember 2009, wenn die Hurrikansaison vorbei ist, die Karibik zu entdecken. Damit hat sich dann auch die Überlegung das Kap Horn zu umrunden zerschlagen, da es Wind- und Strömungstechnisch äußerst ungünstig ist, wieder nach Süden zu schippern. Würde man die Horn-Route nehmen, müsste man die Karibik auslassen. Es zeichnete sich sowieso mehr und mehr ab, das Kap bei der 2. Weltumsegelung in Angriff zu nehmen. Zuviel müsste man an BAJU basteln, um diese Unternehmung zu meistern. Isolierung gegen Kälte, Heizung, Warmwasser,.... Neee Neee, erstmal Palmenstrand, Sonne und Bikinimädchen. Wenn's uns langweilig wird, können wir uns es ja immer noch anders überlegen!
Heute Abend ist BBQ am Strand geplant. Die ganze Bucht, mittlerweile so 15 Yachten, sind eingeladen. Mal sehen, wie das wird. Unser erstes Yachtie-Gross-Event.
14.- 15.10. - 30 Stunden nach Graziosa / Kanaren (nördlich von Lanzarote) Perfekter Passatwind ist für die nächsten Tage vorausgesagt, der uns die 250 Seemeilen von Marokko auf die Kanaren blasen soll. Am Morgen zuvor, als der Fischerhafen fast leer war, da alle Fischerkähne draussen auf Fischfang waren, liefen wir in die Bucht vor dem Hafen aus, um dort zu ankern. So war ein Auslaufen für uns in diesem kleinen und obervollen Hafenbecken überhaupt nur möglich. Dienstag Morgen nach dem Frühstück lichteten wir den Anker und nahmen Direktkurs Kanaren.
Was folgte war flottes Segeln mit einiger Konzentration, da der Wind doch kräftig bliess. Die Unterhaltungen mit dem Rennkatamaran, der neben uns in Marokko lag, stachelte uns (vielleicht ein wenig unbewusst) schon an, flott voranzukommem. So glitten wir zeitweilig die Wellen mit 14 Knoten herunter und waren uns beide einig, dass dies zwar flott ist, aber BAJU gut vertragen könne. An Schlafen war bei diesem Lärm, wenn BAJU anfing zu surfen, nicht wirklich zu denken, aber dafür zeichnete sich ja ab, schnell am Ziel zu sein. Ausserdem waren wir schon ein wenig aufgeregt, ob der speed ok gehen würde.
Als ich dann am Nachmittag für einen Augenblick einschlief, weckte mich Heike erregt: "Wir werden verheizt. Da, ein halbes Schiff, deutlich schneller als wir. Und ich dachte, wir hätten ein schnelles Boot...!". Aus dem Schlaf gerissen noch etwas benommen sondierte ich die Lage. Und tatsächlich. Eine grosse Yacht macht sich an, uns von hinten flott zu überholen. Der Blick durchs Fernglas klärte dann die Situation: Ein Volvo-Ozean-Racer! Wir hatten leicht gerefft, das Rennboot hatte alle Segel, die der Mast tragen konnte, gesetzt. Fühlten wir uns schon wie ein Rennboot mit laut gurgeldem Wasser unter und hinter uns, was war dann auf dem Racer los? Mit geschätzten 18 Knoten schoss er an uns vorbei.
In Alicante alberten wir noch, dass uns die Rennschiffe nach dem Start am 1. Oktober sicher auf dem Ozean überholen würden. Das es wahr wird, hatten wir natürlich nicht geglaubt. Es war auf alle Fälle eine willkomme Abwechslung in dem sonst recht leeren Weiten des Atlantiks.
Nach den ersten 24 Stunden hatten wir schon knapp 200 sm geschafft. ETA: Mittwoch Mittag
Apropos Zeit. Wie schon in Marokko hatten wir, wie hier, auf den Kanaren, lange Diskssionen, wieviel Uhr es denn sei. In Essaouira stiefelte Heike um 10 Uhr am Vormittag, nachdem sie mein Lang-Schlafen bemängelte, in die Stadt, um Geld zu wechseln und Baquette zu kaufen. Enttäuscht kam sie ohne Geld und ohne Baquette zurück, da alle Geschäfte noch geschlossen waren. Wie wir dann heraus bekamen, lagen wir 2 Stunden falsch! Auch hier in den Kanaren wussten wir nicht so recht, wieviel Uhr es den eigentlich ist. Wie Marokko? Oder doch wie Spanien? Sommerzeit oder nicht??
Nicht unwichtig, um den 2,5 Meter Tidenhub beim Aussuchen des Ankerplatzes mit einzuberechnen.
| 9. - 12. Oktober 2008 - Essaouira - Marokko |
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Ein Woche sind wir nun schon wieder hier.
Wie die Zeit vergeht. 3 Mal haben wir mitlerweile den Platz in diesem
kleinen Fischerhafen gewechselt und liegen nun neben dem Seenotrettungskreuzer.
Ein grosser Stahldampfer.... alle Anoden, die wir haben, hängen über Bord,
um von diesem Stahlmonster nicht wegelekrolysiert zu werden.
Vorletzte Nacht habe ich kein Auge zugemacht, da ALLE Fischerkähne, den
für den Freitag einen Ruhetag im Hafen einlegten, nacheinander ablegten.
Sie manövrierten mit ihren Schiffen, meisten mit Stahl an den Seiten verstärkt
und schwerem Fischergeschirr überall über Bord hängend, so gefühlte 5
cm vor unserem schwimmenden Heim. Sind wir gegenüber den anderen Yachten
der robuste Panzer, sieht es in diesem Vergleich ganz anders aus. Ein
kleine Berührung und der Schaden wäre grob. Und da wir vermuten, dass
die Fischer keine Haftpflichtversicherung haben , stehe ich halt lieber
mit Fender bewaffnet die ganze Nacht Wache. Völlig unbegründet, wie sich
zeigt, da die Fischer sich als wahrliche Manovrierkünstler entpuppen und
grössmöglichen Abstand zu uns lassen. Aber das weiss man ja erst, wenn
die Nacht vorbei ist.... :-( |

Hier neben legten sich noch 3 weitere Fischerkähne
längsseits. Wie Himmelfahrt in Helgoland,
nur sehr ungleiche Grössenverhältnisse... |
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Zur Zeit haben wir einen sehr grossen Fender
an der Seite: einen 16 Meter Katamaran. Was für ein Gefährt!
Wenn wir schnell unterwegs sind, kann der französische Skipper, der den
Kat selbst gebaut hat (sein 4. Selbstbau), nur darüber grinsen. Normalgeschwindigkeit
~16-18 Knoten, Spitze 28. Obwohl rennmässig gebaut (schlanke Rümpfe, kleiner
Aufbau) ist das Platzangebot, das wir bei abendlichen Schiffsrundgang
bestauen, riesig . Welch' Abwechslung mal auf einem grösseren Schiff zu
verweilen. Fazit: Heike beschwert sich, dass unser Backofen zu klein ist
... Na toll!
Wundern tun wir uns anfänglich, über die Kinder, die mit verschiedenen
Gesichtern und Grössen abwechselt aus dem Riesenkat kommen. Entweder wir
haben ein Knick in der Linse oder da muss ein Nest sein. Als wir zum Kuchen
essen eingeladen werden, bestätigt sich: 7 Kinder an Bord! Zum Landausflug
tippeln dann 18 Füsse über unser Deck.. tippel tippel tippel.... wie die
Lemminge, alle Grössen.
Die Familie, die neben Skipper an Bord ist, hat ein Jahr Auszeit und segelt
mit dem Kat 3 Monate von Frankreich in die Karibik, um dann mit einem
(grossen) Campingmobil Nordamerika zu erkunden. Na, durch den Trip über
den Atlanik sparen sie wenigstens 9 Flugtickets, denken wir.
Den Tag verbringen wir hier mit Strandspaziergängen, Altstadterkundungstouren
und kleinen Bootsreparaturen / - verschönungen. Auch rechnen wir mal die
Börsenverluste der letzten Tage zusammen, um festzustellen, das es sich
ja nur um Buchungsverluste handelt und wir beim Kollaps der Weltwirtschaft
doch gar nicht so schlecht da stehen, mit unserem Gefährt, dass sich mit
Windkraft bewegt und uns recht autark leben lässt ;-)
Besonders interssant ist das Treiben im Hafen, wo Fischer ihre Kähne pflegen
(es gibt hier Marokkos einzige Werft, die noch nach traditioneller Plankenholzbauweise
Fischerkähne herstellt), den täglichen Fang ausläd, Netze flickt oder
lautstark diskutiert wird. Eines Abends entdecken wir, wie ein kleiner
Kahn zahlreiche Haie (!) entläd, dazu ein Schwertfisch. Haie stehe doch
eigentlich gar nicht auf dem Speiseplan. Ausserdem werden die Exemplare
auf der Karre gleich mit der Plastikplane zugedeckt. Mysteriös..
Uns erinnert es auf alle Fälle daran, dass wir in einem Ozean mit all'
seinen Bewohnern angekommen sind, Haie inklusive.
Die letzten 2 Tage war Nord-Deutschland-HERBST-Wetter: Dauerregen, Wind
und unter 20 Grad, dabei ist die Sahara nicht weit! Da konnten wir uns
nur noch unter die Decke verkriechen. Sogar die Tür mussten wir schliessen,
da der Wind uns von hinten die Nässe ins Schiff pustete. Wir müssen dringend
weiter Richtung Süden!
Zur Zeit ist Südwind, den wir überhaupt nicht gebrauchen können, aber
so wie es aussieht, können wir Montag oder Dienstag weiter auf die Kanaren.
Dort planen wir zuerst Graziosa, eine kleine Insel im Norden von Lanzarote,
anzulaufen. Eine traumhafte Ankerbucht soll uns da erwarten. Das wäre
ja mal eine schöne Abwechslung, wenn man sich hier dieses Dreckwasser
im Hafen anschaut. |

Effizientes Festmachen im Hafen

Immer sind wir eine kleine Attraktion, gerade wenn
2 Katamarane nebeneinander liegen
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| 3. - 8. Oktober 2008 - Essaouira - Marokko |
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Das Fischerstädtchen ist ein mega high-light - ein Örtchen mit echtem
Flair. Die Medina (Altstadt) läd zum Bummeln in den verwinkelten Gassen
ein, stundenlang kann man den Fischern, die ihren Fang sortieren, Netze
nähen oder ihre Boote pflegen, zusehen. Mit ihren Kähnen, gross und klein,
schippern sie Tag-in-Tag-aus an uns vorbei auf die hohe See, gefolgt vom
kreischen der Silbermöwen. Die Dinger, die uns auch das Deck vollscheissen.
Die ersten Tage lagen wir hier mit ein paar anderen netten Yachties.
Die haben sich mittlerweile alle weiter Richtung Kanaren aufgemacht haben.
Wir bleiben noch ein wenig in diesem relaxten Plätzchen Erde. 2 Tage waren
wir in Marrakech und im Atlasgebirge (Fotostory folgt) und nun wollen wir noch die Bucht neben dem Hafen nutzen.
Ein riesiger Strand, den man nur mit ein paar anderen Wassersportlern
teilen muss, läd zum Kiten und Surfen ein.
Am Abend schlendern wir durch die engen Gassen und lassen uns von den
kulinarischen Genüssen der marrokanischen Küche verwöhnen. Und das zu
Preisen, die uns quasi zwingen, die Küche auf BAJU für Tage unberührt
zu lassen. |
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Unser neuer Kleiderschrank. Wieder ein 'to-buy' von der Liste gestrichen.
Nach zähen Verhandlungen war auch der Platz aufgeteilt.... ;-)
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Unser Liegeplatz zwischen all den Fischerkähnen im Hafen von Essaouira.
Zuerst mit mehr und mehr Yachten, seit 2 Tagen nun alleine. |
Mit 'Martin' und seiner Gib-Karibik Crew
'Anna' sitzen wir am Abend auf der Festungsmauer von Essaouira und geniessen
den Sonnenuntergang vor romatischer Kulisse. Er segelt mit einem alten
Traditionssegeler für 3 Jahre um die Welt. Ein Jahr Teilzeit und dann
2 Jahre Pause - die Lehrer .....

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Tagine - in allen Formen
und Varianten und das jeden Tag.
Konstant de lekkerst! |

Handarbeit an elektronischen Geräten - hier noch möglich.
Nachdem wir in Marrakech leider vergeblich versucht haben,
unseren Ersatzlaptop repariert zu bekommen - Willi, wir haben wirklich
alles probiert - konnte Heikes Handy nach einer kleinen Lötaktion reaktiviert
werden. Meins wurde nach einem Rotweinbad (siehe links) gereinigt und
ging dann auch wieder!
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02.10. - 3. Tag Atlantik Richtung Marokko, dann Essaouria Die Nacht war flottes surfen angesagt - der Wind und die Wellen kamen immer noch genau von hinten. Wir hätten wahrscheinlich auch reffen können, aber alles lief so schön, das wir uns diese Nacht schon mehr zutrauten als in der Ersten. Mit bis zu 14kn surften wir die Wellen hinunter und die 'Meilen to go' schmolzen schnell dahin.
Es lief so gut & flott, dass wir am Morgen fast vergaßen die Linkskurve Richtung Küste zu unserem Zielhafen zu nehmen. Bei zunehmendem Wind war dann doch reffen angesagt. 4 Stunden Später liefen wir mit 9 Knoten Rauschefahrt bei hohen Wellen in die Bucht von Essaouria ein, wo wir uns im Schutze der Bucht auf das Hafenmanöver vorbereiten konnten.
Wir wollen in diesen Hafen tatsächlich einlaufen??? Dieser sah eher aus wie ein Abstellplatz von Fischerbooten aller Grössen der noch einen knapp 10 Meter breiten Schlauch zur Einfahrt liess. Well, lässt uns ein Meter an jeder Seite....
Reinfahren vielleicht ok, aber was ist wenn wir dort noch manovieren müssten? - unmöglich. Wir waren gerade dabei den Anker klar zu machen, um vor dem Hafen zu ankern und mit dem Dinghi die Lage zu sondieren, da winkte jemand an der Hafenmole und gab uns zu verstehen, dass im Hafen Platz für uns sei.
Mmmmh, also den ganzen Mut zusammen genommen und rein da. Vor uns wurden noch ein paar kleine Boote aus dem Weg geräumt und siehe da, dort offenbarte sich wirklich ein Platz für uns längseits eines Holzkahns, gerade vor den 3 anderen Segelbooten, die hier im Päckchen lagen. 10 Minuten später lagen wir sicher vertäut im Hafenbecker der 1001 Fischerkähne und 1 mio Möven. Gut gemacht!
Essaouria ist ein sehr nettes marokkanisches Städtchen mit viel flair. Die Festung am Hafen, wo die hohen Passatwellen explodieren, die kleinen Gassen, die bunten Farben und interessanten Gerüche überall, der Markt, wo Hühnern der Kopf abgeschlagen und vor den Augen des Käufers gerupft und ausgenommen wird. Ein paar zu viele Tagestouristen aber auch viele Ausländer europäischer Herkunft, die sich hier niedergelassen haben. Vom ersten Eindruck, dem wir von dem Städtchen haben, wissen wir warum - es ist einfach nett hier. Die paar Tage, die wir in Marokko verbringen wollen, verheissen schön zu werden. Am ersten Tag 150 Fotos.... Motive überall.
Ach, und Windsurfen und Kiten kann man hier. High-Wind-Area wie Tarifa! In der Bucht waren heute bestimmt 10 Schirme in der Luft und ein paar Windsurfer unterwegs! Das wird ausgecheckt!
Aber erst einmal werden wir für 2-3 Tage ins Landesinnere düsen, um Marrakech und das Atlasgebirge anzuschauen. Fotos & Berichte folgen....
01.10. - 2. Tag Atlantik Richtung Marokko Die erste Nacht Wache liegt hinter uns. Spannend ist es ja (für uns immer noch), wenn man für mehrere Tage in den weiten Ozean hineinsegelt. Alles läuft bestens, BAJU macht gute Fahrt und surft genüßlich die Wellen hinunter. Erst am Morgen reffen wir aus, da wir es am Anfang noch ein bisschen sachte angelassen wollen.
Am Abend und die ganze Nacht hindurch bläst es konstant mit 20 kn Wind und eine fette Dünung von hinten lässt uns häufig mit über 12 Knoten Fahrt die Täler runtersurfen. Wow, wie es dann blubbert und gurgelt - ein geiles Gefühl. Günther hält uns super in der Spur und so trauen wir uns die kommende Nacht schon mehr zu.
Unser erstes Etmal beträgt 180 Seemeilen (über 24 Stunden zurückgelegte Strecke von 12 Uhr mittags bis Mittag des darauffolgenden Tages). Gar nicht so übel, finden wir
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