November 2008:
23. November, Las Palmas - Gran Canaria / Start der ARC
Für knapp 250 Boote ist dies der grosse Tag nach so viel Vorbereitungen, Seminaren und Sicherheitschecks. Für uns bedeutet es das Ende der vielen Parties, auf denen wir trotz fehlenden Eintrittskarte - wir gehörten ja zur Spezie der Non-ARC's - rockten. Hier noch einmal ein Dank an all die vielen Yachtausrüster, die oft Freibier, Buffet,... zur Verfügung stellten :
Bei herrlichem Sonnenschein liefen die Boote unter grossem Trubel aus. Eine Blasskapelle rundete das Ereignis ab und gab ihm die offizielle Note. Wir hockten auf der Hafenmole und bestauten das bunte Spektakel aus grossen und kleinen Schiffe, gelben und roten Spinakern, Luxusyachten und Spardosen.
Die wenigsten Mannschaften - wir zählten 3 - sind zu zweit unterwegs. Die meisten sind mit 6 - 8 Leuten an Bord. Von einem Boot winkten 12 (!!) Leute von der Seereeling. Kein Wunder, manche Mitsegler zahlen über 3000,- Euro für eine Atlantiküberfahrt. Viele Crews waren verkleidet, einer spielte Trompete und die Holländer zeigten bis auf die Badehose natürlich ihr ‚Oranje-Outfit'. Auf den Superyachten blitzten die polierten Nirobeschläge sowie die Deckjungs im Einheitslook.
Nicht das wir melankonisch wurden, aber so ein bischen Lust auf's ‚rübersegeln' verspürten wir schon, als wir allen Mannschaften zuwinkten. Ein paar haben wir ja auf den vielen Parties kennengelernt - Euch gute Fahrt.
Dienstag, 18. November 2008, Las Palmas, Gran Canaria Heute mal von mir, Heike, da der Käpt´n mit BAJU spielt.
ARC´s und NonARC´s - unser Wortschatz wurde seit gestern um diese zwei Worte ergänzt. Was das ist? ARC´s sind die Segler, die an der Regatta ARC (Atlantic Rally for Cruisers) teilnehmen, natürlich im Hafen liegen, und Non-ARC´s sind wir und alle anderen, die alleine über den Teich schippern wollen, die vor dem Hafen ankern und v.a. diejenigen, die keine Organisation brauchen, die einem vorschreibt, wie die Drei-Farben-Lampe auszusehen hat, oder das UKW Lautsprecher draussen in der Plicht angebracht sein müssen. Ohne Rettungsinsel und EPIRB (Emergency Position Indicating Radio Beacons) darf man überhaupt nicht antanzen, auch die Schwimmwesten mit Spritzschutz sind ganz wichtig und v.a. verschieden farbige Tütchen im Gefrierschrank (!!) für die verschiedenen Sorten Fleisch. Die ARC hat ganz strenge Richtlinien, wie die Yacht ausgestattet sein muss. Hat man eine andere Meinung, kann man gerne von seinem Entschluss die ARC mitzufahren, zurücktreten. Kohle, ca. 600,-Euro Startgeld (!), sind natürlich dann futsch.
Die ganze Stadt wimmelt von den ARC´s, erkennbar durch weisse Plastikschildchen mit blauem Band um den Hals hängend. In der Bar, am Strand, im Baumarkt und natürlich im Supermarkt trifft man die ARC´s. Man kann gar nicht anders als den Diskussionen lauschen, was wann gegessen werden soll, wieviele Rollen Klopapier benötigt werden, oder ob 24L Wein reichen, und nicht zu vergessen die Weihnachtskarten. Ach ja und die beiden Sonntage auf See soll es ein anständiges englisches Frühstück geben, mit Speck, Ei und Bohnen. Eine lustige Angelegenheit.
Aber auch für NonARC´s ist Las Plamas zur Zeit ein interessantes Felckchen. Der Hafen ist toll geschmückt und die Blasmusik hat gestern offiziell die ARC eröffnet. Ein weiterer positiver Aspekt ist, das ziemlich viele schlaue Köpfe hier sind, d.h. alle Firmen, die sich irgendwie einen Namen gemacht haben oder Geld verdienen wollen, sind da, was für uns den Vorteil hat, abends in der Bar unseren Fragenkatalog abzuarbeiten. Das ARC Büro hat auch auf alle organisatorischen Fragen wie, wo können wir Alu schweissen lassen oder gibt es einen billigen Waschsalon, Antworten parat. Super.
Das Beste ist, dass wir einen Duschschlüssel ergattert haben, das heisst für uns mal wieder richtig lange richtig heiss Duschen, und das so oft wir wollen. Wahnsinn. Wir nutzen diese Gelegenheit natürlich schamlos aus. Die Geschichte, wie der Duschschlüssel in unsere Hände viel, können wir leider momentan nicht veröffentlichen :o))
Ansonsten verbringen wir die Tage damit BAJU auf Vordermann zu bringen und um auf Gran Canaria Touri Punkte zu sammeln. So hatten wir einen Mietwagen und erkundeten den Nordwesten der Insel, wo der Passat tiefe Schluchten und Steilküsten in den Vulkanstein gegraben hat. Alles hübsch mit Pininewälder bedeckt. Fantastisches Panorama, kurvenreiche Strassen und eine einsame Wanderung mit tollem Meerblick standen auf dem Programm. Durch die riesen Wanderdünen im Süden sind wir gewandert und manchmal guckte ein nackter Po hinter einer Düne hervor. Die Maspalomas-Dünen sind wohl bekannt für FKK. Der Süden ist geprägt von tausend Touris, McDonalds, deutschen Bäckern und Metzgern, und klar, Eisverkäufern. Der Nordwesten hingegen einsam, wunderschön und man bekommt nichts vom Massentourismus mit. Selbst hier in Las Palmas sind nur die Einheimischen am Strand oder surfen beim Sonennuntergang die letzte Welle runter.
8.November 2008 - Hafen Las Palmas
Sind nach Segelnacht mit angezogener Handbremse (wir wollten in den Hafen von Las Palmas nicht im dunkeln hineinschippern) auf Gran Canaria angekommen. Ankern hier neben andern Weltumseglern im grossen Ankerfeld neben dem Hafen. Man spürt die grosse Blauwasser-Seglerwelt, da für die meisten Las Palmas der letzte Hafen vor der Atlantiküberquerung ist.
Der Hafen ist komplett überfüllt. Da in einer Woche die ARC (Atlantic Ralley for Cruisers) beginnt, bei der Hunderte von Booten 'geführt' nach St. Lucia in die Karibik segeln. Dazu dann noch all die 'Trittbrettfahrer', die diese Ralley als Katalysator nutzen, um sich über den Teich zu trauen.
Wir werden jetzt erstmal unseren Wassermacher am Flughafen abholen, der dort schon seit Tagen auf uns wartet. Da auch für uns in Las Palmas das grosse Verproviantieren angesagt ist, dazu noch die letzten Reparatur- und Ersatzteile besorgen und letztendlich hoffentlich noch ein bisschen Zeit für Sightseeing bleibt, planen wir 2 Wochen hierzu bleiben.
| 1. - 6. November 2008 - Arrecife , Lanzarote / Kanarische
Inseln (N 28 58.10 - E 13 32.13) |
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Nach so langem 'Nichtstun' waren wir heiss auf's Entdecken. So schnappten
wir gleich Sonntag unsere Räder und raddelten 50 Kilometer entlang der
Ostküste an einer traumhaft angelegten Promenade entlang durch den Touriort
'Puerto del Carmen' zum Yachthafen, wo 2 unserer Bekannten ihre Schiffe
parkten. Leider war keiner 'daheim' - schade, keine Kaffeepause ;-)
Die darauf folgenden 3 Tage mieteten wir uns mit Uli und Imke von der
EILAND ein Auto für sage-und-schreibe 50- Euro alles inklusive, um die
Insel zu entdecken.
Lanzarote ist ein einziges Naturschauspiel, wo nur vor knapp 300 Jahre
die Lavamassen Berge formten und sich ins Meer ergossen. Eigentlich sieht
es so aus, als wäre der Lavastrom gestern erstarrt. So kletterten wir
auf Vulkankegel und spazierten an der schroffen Küste entlang, wo die
Atlantikwellen unnachgiebig aus dem Lavagestein tiefschwarzen Sand mahlt.
Tolle Formen & Farben, wohin man blickt und dazu noch nette weiss
getünchte Dörfchen, alle toll angelegt und sauber. Dazu hat der spanische
Künstler 'Cesar Manrique' stilvolle Architekur und Gärten angelegt. Klar,
ein paar Touis hier und da, aber kein Massentourismus oder Hotelburgen.
Lanzarote hat uns sehr gefallen! |

Als Imke & Uli mit ihrer EILAND in Arrecife einliefen, war unsere
kleine Seglerrunde, mit der wir ein Stückchen im Mittelmeer gesegelt
sind und die wir schon aus Marmaris kannten, komplett.
Toll, wieder ein Grund zum feiern....!
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Das Lanzarote-Entdeckungsteam - keinen Touripunkt ausgelassen
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Am Kraterrand in den Feuerbergen |
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Weinanbau auf Lanarote

Der Lavastrom endet im Atlantik
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Die 'Cuevs de los Verdes' -
Höhlen im erstarrtem Lavastrom |

In den Feuerbergen |
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Fisch-Schlemmer-Platte and der Küste von 'El Golfo' |
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