Februar 2009:
30. Februar, Prince Rupert Bay, Dominica, Karibik - von Stefan
Jetzt muss es aber wirklich weiter gehen. 4 Wochen liegen wir nun schon in der Bucht im Norden von Dominica, ausgenommen die 3-Tages-Tour mit Wolfgang nach Guadeloupe.
Hier haben wir viele Freunde wiedergesehen und ein paar neue kennengelernt, fett gefeiert und sehr viel unternommen. So fast jedes Insel high-light haben wir erkundet (gestern sogar noch die Middleham Falls mit einer tollen quer-durch-den-Dschungel-Wanderung mit Uli und Imke von der EILAND) und viel über Land & Leute gelernt. Viele Einheimische grüssten uns wie Freunde, wenn wir die Strasse entlang schlenderten oder sie am Strand trafen. Nach so einer langen Zeit haben wir dieses grüne Juwel richtig in unserer Herz geschlossen.
Wir sind der Meinung, dass es so genau das richtige Reisen (für uns) ist: Wenn es einem gefällt, lieber ein bisschen länger verweilen als von Insel zu Insel zu sprinten, um zum Schluss viele Namen zu kennen, aber doch keine Charaktere. Wir sind uns das Zeitmass bewusst: 4 Wochen bedeutet für viele Leute ihr gesamter Jahresurlaub, für uns ist es ein (kleiner) Abschnitt in unserem Vagabunden-Leben. Ein wahnsinniges Privileg, dessen wir uns bewusst sind und jede Minute geniessen.
| 24. Februar 2009, Prince Rupert Bay,
Dominika, Karibik - von Stefan |
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Einem Geheimtipp von Freunden folgend ging es
heute über einen Dschungelpfad, nicht weit von unserer Ankerbucht entfernt,
zu heissen Pools. Das Ambiente der Pools am Boiling Lake war zwar schöner,
aber hier prickelte es natürlich allein durch den Dschungel zu marschieren
und das Naturbecken, dass so heiss wie Badewannenwasser war, zu geniessen,
während um einem herum der Dschungel lebt. 100% Natur! |
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Heike in der Naturbadewanne; das Wasser ist so heiss,
wie in einer Badewanne |

Besuch kommt |
| 23. - 24. Februar 2009, Prince Rupert Bay, Dominika,
Karibik - KARNEVAL - von Stefan |
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Um es gleich vorwegzunehmen: Von Karneval haben wir uns auf dieser Insel
nicht viel versprochen, wurden aber auch nicht positiv überrascht. Klar,
wir sind nicht in Brasilien, auf Trinidad oder Teneriffa, aber immerhin
in der Karibik. Es war zwar ein Karnevalprogramm vorhanden, das um 4 Uhr
morgens mit einem Umzug begann, aber sehr eigensinnig und arg reggaemäßig.
Der Umzug bestand aus einer fahrbaren Bühne, von der eine
lokale Band versteckt hinter überdimensionalen Lautsprechern ohrenbetäubend
laute Musik spielte. Ein paar Verkleidete hüpften neben fast bewusstlos
Betrunkenen und/oder zugekifften Rasta-Leuten. Eine Steelband machte ganz
nette Sounds, bis die lokale 100.000 Wattanlage diese zum Aufgeben zwang.
Die Studenten der ansässigen US-amerikanischen Medizin-Uni
verteilten an ihrem Infostand Flyer gegen AIDS und für Saver-Sex und die
Negermammis verkauften geröstete Bananen und gegrillte Hühnchen.
Wir hatten vor ein paar Tagen mal darüber geplaudert nach
Trinidad zum Karneval zu segeln. Wäre ein 50 Stunden-Trip gewesen. Im
nachhinein betrachtet hätte man dies vielleicht wirklich machen sollen.
Anyway, da wir mit unseren netten Seglerfreunden hier
die Tage verbrachten, hatten wir auch ohne Karnevalprogramm ne Menge Spass.
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Die überdimensionierte Bühne mit gefühlten 100.000 Watt-Anlage.
Hintendran das alte Diesel-Stromaggregat und einige der Verkleideten |

Braucht sich nicht zu verkleiden
- Rasta Man - |

Scharfer Samba zu heissen Rythmen 
Privatparty vor Mc Ian's Grillimbiss |

Der Sänger auf 5 Meter hohen Boxen kurz unter den Strassenlaternen |

Rasta-Woman |

Street-Dance |
| 19. Februar 2009, Prince Rupert Bay, Dominika, Karibik
- von Stefan |
RUHETAG
Nach so viel Gefeiere muss man mal einen Ruhetag einschieben. Ausgiebig
baden, in der Hängematte liegen, dösen, lesen und endlich mal wieder Logbuch
schreiben.
Mmmmh, gerade kamen Freunde vorbei, um uns zum Kaffeetrinken zu verabreden
und die Touristenroute der nächsten Tage zu besprechen. Nein, heute geht's
ohne Alkohol früh zu Bett.
Soweit der Plan.
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| 18. Februar 2009, Prince Rupert Bay, Dominika, Karibik
- Heikes Guburtstag - von Stefan |
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Es ist einem fast peinlich zu
schreiben, so perfekt haben wir Heikes Geburtstag gefeiert.
Eine Menge befreundete Yachten sind eigens für die Geburtsstagsparty
nach Dominica gekommen. Die Einen aus Martinique, Andere aus Antigua.
Ein Boot hat sogar unsere Partybucht direkt von der Atlantiküberquerung
angelaufen und als Überraschungsgeschenk einen frisch gefangenen Wahoo
mitgebracht.
Die Strandparty war so, wie man es sich eigentlich für
seine eigene immer erträumt: Das Büfett ist unter einem Pavellion angerichtet,
das Lagerfeuer knistert unter einem grossen Baum, die untergehende Sonne
in fast kitschigen rot-lila Farben lässt die ankernden Boote in der Bucht
leuchten und die Dinghis sind am Holzsteg geparkt. Wie durch ein Fotorahmen
ist der Blick durch die Palmenwedel begrenzt. Der Rumpunsch ist eiskalt.
Nach und nach trudeln die lieben Yachties, sowie ein paar Lokals ein und
singen ein Geburtstagsständchen. Beim ausgiebigen Schlemmen und den einen
oder anderen Becher Rumpunsch wird geplaudert was das Zeug hält. Im Verlauf
des Abends wird die Stimmung heiterer und das Lagerfeuer grösser. Der
harte Kern trifft sich nach Mitternacht in der Strandbar 'Big Papas' zur
Reggae-Night. Zuvor wurde noch das übriggebliebene Essen an die Lokals
gespendet, die sich mit Reggaesongs und gemalten Bilderchen bedanken
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Was für eine gelungene Party.
An diesen Abend könnte man den Eindruck bekommen, wir segeln nur für
solche unvergesslichen Geburtstagsparties um die Welt. Zeiten, in der
sich unsere Träume vom Blauwasserseglen mit der Realität treffen. Hoffentlich
können wir noch viele solcher Momente erleben.
Von Heike: ein ganz grosses Dankeschön an den Mega-Organisator meiner
Überraschungs-Geburtstags-Party: "Danke Schatzi, das hast du ganz
toll gemacht"; und an alle, dass ihr da ward und natürlich für die
vielen tollen Geschenke und die geile Party. |
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| 15. - 17. Februar 2009, Dominika - Guadeloupe - Dominika,,
Karibik - von Stefan |
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Spontan buchte sich Wolfgang, ein österreichischer Individualtourist,
bei uns an Bord ein, nachdem wir ihn auf der 'Boiling Lake Wanderung'
kennenggelernt haben und von unserer BAJU berichteten.
Für 3 Tage bot sich an, ins nördlich von Dominika gelegene Guadeloupe
zu segeln. Dort gibt es ein zum Teil unbewohnte Inselgruppe 'Les Saintes',
ein gemütlicher Tagestörn von weniger als 20 Seemeilen.
Nach flotten 'am Wind Seglen' ankerten wir in der ersten Nacht in der
kleinen Bucht einer unbewohnten Insel, die wir am morgen erkundeten. Eine
Festungsanlage auf der Spitze des kleinen Berges war verfallen und teilweile
vom Dschungel zurückerobert. Dies bot eine tolle Kullise und ein herrlichen
Ausblick auf die Ankerbuchten der Inselgruppe, die segeltechnisch wirklich
vom feinsten sind.
Am Nachmittag verlegten wir uns zum Örtchen 'Bourg des Saintes' in eine
riesigen Ankerbucht voll mit Charteryachten, Weltumseglern und Megayachten.
Der Ort strahlte eine ganz besondere Atmosphere aus. Irgendwie kultiviertes
Frankreich inmitten farbenfroher Karibikambiente. Quasi jeder rannte mit
Baquette unterm Arm herum, alles war sauber und stilvoll gepflegt. Viele
Villen säumten die Berghänge. Nur die Supermärkte waren alle wie leergepfegt,
da seit 4 Wochen gestreikt wird. Frankreich halt.
Für uns bietet dieser Kurzausflug unseren ersten innerkaribischen Inselvergleich:
Guadeloupe, nur ein paar Meilen von ihrer Nachbarinseln entfernt, ist
sehr anders als Dominika. Sieht man auf Dominika kaum Weisse, Einheimische
oder Touristen, sind Schwarze auf Guadeloupe arg in der Minderheit. Deswegen
findet man in Guadeloupe kaum die Reggae-Rastafari 'Hang loose, what's
up man' - Atmosphere, dafür ist alles sauber und stilvoll, wo in Dominika
in allen Ecken der Müll herumliegt. Wir geniessen es durch die perfekt
gepflegten Gassen zu schlendern und in den Boutiquen zu stöbern. Irgendwie
kommen wir uns vor wie Wochenendetouristen, wo wir uns auf Dominika eher
als Reisende verstehen. Les Saintes ist wohl mehr wie Sylt zu Deutschland,
also nicht wirklich representativ für Guadeloupe; mehr ein Touristenziel.
Nach Eisschlemmen und reichlichem Eindecken mit frisch-warmen Baquette
(Vive la France) schipperten wir zurück zu BAJU, wo die EILAND, Seglerfreunde
aus Marmaris, neben uns ankerten. Also nichts mit ruhigen Aabend sondern
Spontan-BBQ auf unserer Terasse mit viel viel Geschichtem, die erzählt
werden mussten.
Kaum waren wir nach herrlichem Segeltag zurück in Dominika eingelaufen,
ankerten die anderen Yachten (CAYENNE, ODIN und KIKI), die sich zu Heikes
Geburtstagsparty angekündigt haben, neben uns. Also schnell den Besuchskorb
gepackt und rübergerudert. Wieder viel viel Geschnatter, am Ende 8 leere
Flaschen Wein und die Erkenntnis, wirklich tolle Leute zu kennen. |
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Wolfgang in Aktion: |
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| Supervillen in Les Saintes - Guadeloupe: |
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Traumbucht |

Schattenspiele am 'Fort Napoleon' |
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Immer ein toller Anblick - ein Pelikan |

Die Ankerbucht vor dem Örtchen 'Bourg des Saintes' |
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Ofenfrisches französisches Baguette -
dies allein war die Segeltour nach Guadeloupe wert
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Schick-Schick in 'Petit France'
- der Käpt'n entscheidet sich für den Nadelstreifenanzug |

Wie in den Gassen von Paris -
nur dass überall die Hibiscusse blühen |
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| 13. Februar 2009, Prince Rupert Bay, Dominika, Karibik
- von Stefan |
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Bei abendlichem BBQ mit unseren Segelbekanntschaften
am Strand am Tag zuvor lernten wir ein Familie aus Norddeutschland kennen,
die von einem Charterschiff, dass sie für den Eigner in die Karibik überführt
hatten, wegen zu vielen Gästen an Bord auf Dominika ausgesetzt wurden.
Nicht sehr glücklich für sie, denn eigentlich war verabredet als Lohn
für dieÜberführung ein paar Wochen in den 'Tobago Cays' herumzusegeln.
Diese Familie hatte für den heutigen Tag einen Führer zu dem 'Boiling
Lake', das grösste Naturspektakel auf der Insel, organisiert. Geplante
Abfahrt mit dem lokalen Bus 6Uhr, 4:45 Uhr aufstehen. Da wir uns auf einen
fairen Preis mit dem Wanderführer einigen konnten, schlossen wir uns der
Gruppe an und liessen die Party mit Lagerfeuer und Gitarrenliedern früher
als gewohnt ausklingen.
Die Wanderung war der Oberhammer. Bergauf und -ab schlengelten
wir uns durch den Urwald, durchwanderten Schluchten, in denen das Wasser
herauskocht, Dampfschwaden umhüllten uns. Immer wieder durchquerten wir
kleine Bäche. Teils kalt und kristallklar, teils milchig-weiss und kochend-heiss.
Da fehlten eigentlich nur noch die Flugechsen und Dinosaurier. Das Ziel
war der 'boiling lake' (kochender See) in dem, wie der Name schon verrät,
das Wasser siedet und riesige Dampfschwaden emporsteigen lässt. So ein
Naturschauspiel gibt es nur noch einmal in Neuseeland.
Auf dem Rückweg badeten wir in einem heissen Bach, wo das
Wasser über kleine Wasserfälle von Pools zu Pools floss. Das ganze mitten
im Dschungel. So ein Erlebnis habe ich mir schon als Kind gewünscht.
Dann durchschwommen wir noch den 'Titou Gorge', eine enge Schlucht über
dem sich die Urwaldbäume ranken wie ein immergrünes Dach. Hier wurde eine
Szene aus 'Fluch der Karibik II' gedreht.
In der Dunkelheit kamen wir wieder auf BAJU an, spürten
unsere Beine kaum noch und schafften es nur noch 15 Minuten DVD zu schauen
(natürlich 'Fluch der Karibik II'), bevor uns die Augen zufielen. |

Unser Guide - What's up, man?
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Bizare Vegetation |

Im "Tal der Zerstörung" - überall kocht das Wasser |

Der 'Boiling Lake' - ein falscher Tritt am Kraterrad und man wäre in Sekunden
gar gekocht |
10. -12. Februar 2009, Prince Rupert Bay, Dominika,
Karibik - von Stefan |
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Mit Seglerbekanntschaften mieteten wir uns für 2 halbe
Tage einen Minivan, um die wilde Schöne, wie Dominica auch genannt wird,
zu erkunden. |
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Unser Ankerplatz in der 'Prince Rupert Bay'
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Wäsche nach 2 Wochen auf See und 6 Wochen in den staubigen Kapverden -wir
haben beschlossen die lokale Wirtschaft zu unterstützen und lassen waschen
:-)
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Dinghi-Parkplatz und WiFi-Station
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Schultermassage in heissen Quellen mitten im Dschungel - ein Traum!
 
Grün in allen Farben - der Dschungel lebt!
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Unser Mini-Van Mannschaft mit lokaler Unterstützung

Die Trafalgar-Falls
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Fischergaragen am Scotts Head, der südlichen Spitze von Dominica |
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Unser Ziel am 2. Ausflugstag. Pools irgendwo mitten im Dschungel. Kein
Mensch weit und breit...
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Überall blüht es in diesem feucht-tropischen Klima |

Schon am Tag nach unserem Landfall wird auf BAJU gefeiert |
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Die typisch Karibischen bunten Blech- und Holzhütten |
9. Februar, Prince Rupert Bay, Dominica, Karibik - von Stefan
Das schöne am 'in der Nacht ankommen' ist ja, dass man erst am Morgen
seine Umgebung zu Gesicht bekommt. Wir bekamen unseren Mund kaum zu,
so beeindruckt waren wir von der Scenarie am Morgen. Nebelschwaden
zogen langsam über den Dschungel, der wie ein maragdgrüner Teppich
die Berge der Insel bedeckt. Der Strand ist mit Palmen gesäumt und wie
in ein Bild getupft strahlten die bunten pastellfarbenden Hütten durch
das satte Grün. Landschaftlich gesehen, ein Konstrastprogramm zu den
staub-trockenen Kapverischen Inseln, wie es grösser hätte kaum sein
können. Und eine Augenweide nach so viel blau.
Nach dem Tagespflichtprogramm, Einklarieren und Schiff entsalzen, kam
zum sundowner Besuch an Bord. Eine Handvoll junger Seglerpaare, die
wir als neue Nachbarn auf BAJU einluden. Die 'Lila Pause' kannten wir
schon von einer Kurzbekannschaft aus Santiago (Kapverden) und wir
freuten uns dieses erfrischend nette Paar, na eigentlich sind sie gar
kein Paar, sondern nur Mitsegler, aber dazu vielleicht später einmal
mehr, wiederzusehen.
Was folgte war ein sehr lustiger Abend, der irgenwann, wir wissen
nicht mehr so richtg wann, mit einer Verabredung zur Inselerkundung
für den nächsten Tag, endete.
8. Februar, Prince Rupert Bay, Dominica, KARIBIK - von Stefan
Um Mitternacht liefen wir, nachdem wir das Nordkap Dominicas
umsegelten, in die Prince Rupert Bay ein. Nach so langer Zeit auf See
war es eine Wonne den Dschungel zu riechen. Schon bald erblickten wir
das Ankerfeld der Segler im Mondschein und lagen ein wenig später vor
Anker. WAS FÜR EINE RUHE! Erst jetzt realisierten wir, wie laut es
doch die letzten 13 Tage war. Einen Augenblick hielten wir den Atem an
und genossen die Stille. Kein Wassergegurgel, kein Mastklappern, keine
Wellenexplosion, kein Pfeiffen im Rigg, ...
Wir haben den ATLANTIK ÜBERQUERT und sind in der KARIBIK ANGEKOMMEN,
wie cool ist das?! Bei Mondschein prosteten wir im Netz liegend mit
Champus uns zu und waren froh, dass letztendlich alles super geklappt
hat.
Das Wichtigste: Oldie-Günther hat uns nicht im Stich gelassen und
quikte fröhlich bis wir ihn ausschalteten. Nun im Loungekissen liegend
liessen wir noch einmal Revue passieren, was es bedeutet hätte, 1800
Seemeilen selbst zu steuern. Wir wären wohl angekommen, aber bestimmt
eine Woche später und mit 4 Wochen Erholungsbedarf. So waren wir aber
ausser etwas Schlafmangel fit und unternehmungshungrig
Ausser Günther-II ist aber, toi-toi-toi, nichts kaputt gegangen und
BAJU war in jeder Situation unser Freund. Wir können sagen, dass wir
durch diesen Trip noch mehr Vertrauen zu unserem schwimmemdem Heim
gewonnen haben.
DURCHSCHLAFEN.... a yeah!!!
8. Februar, 12.TAG auf See Richtung Karibik, noch 90 Seemeilen - von Stefan
Und wieder eine anstregende Nacht, in der wir nur ein klein wenig Schlaf bekamen. Teilweise Regenschauer mit Sturmböen, dann wieder fast Flaute. Hackwelle. Nervenzerend. Auf den letzten Meilen wird uns wirklich noch mal alles abverlangt. Ja ja, die Karibik muss man sich anscheinend verdienen!
Ich stelle mir in diesen Situationen, vielleicht zur Selbstmotivation, frei nach dem Motto, so schlimm ist's ja bei uns auch nicht, immer die Einhandsegler vor, die non-stop um die Welt segeln. Am besten noch gegen die Uhr und häufig südlich der 40. Breite. Dagegen ist doch so eine Tour-de-France ein Nachmittagsausflug bei Sonnenschein. Unvorstellbar.
Ausrüstungstechnisch haben wir beschlossen, dass wir, neben einen stärkeren Günther, ein einfacheres Vor-Wind-Segelpatent, vor allem bei Wind ab 15kn, brauchen. Ein Leichtwindgenaker ist sowieso schon auf der Liste, der wird aber erst, so sagen uns die erfahrenen Fahrentsegler, ab dem Indischen Ozean gebraucht.
Schmetterlingsegeln (Vorsegel auf der einen, Grosssegel auf der anderen) ist für Langfahrten einfach ungeeignet. Viel zu kursanfällig und das Grossegel zu anstrengend zu bedienen, vor allem das Reffen. In der Nacht bei viel Seegang sogar ein bisschen gefährlich. Wenn man mal vom Kurs abkommmt steht man im Wind, bewegungslos wie Claudia Schiffer mit Stöckelschuhen auf'm Kopfsteinpflaster, da alle Segel verlatscht sind.
Irgendwie eine 2. Rollfock wäre ne klasse Sache. Wir sind schon am überlegen, wie dies am besten umzusetzen sei. Ideen sind willkommen.
Ausser der Schlafmangel, ist am Tage wieder alles prima. Die Wellen, die ratz-fatz bedeutend grösser geworden sind, da es stark auffrischte, kommen zwar von überall her, aber wir kommen gut voran. Einziges Manko: Wir werden, so wie es jetzt aussieht, nachts am Ankerplatz ankommen. Kein Riesenproblem, aber Hafenhandbücher haben wir nur für die Inseln südlich von Dominica (Dominica behört zu den sogenannten 'Leeward Islands', wir haben aber nur ein Handbuch für die 'Windward Islands')und wenn's so schüttet wie letzte Nacht, wird die Sache spannend.
Jetzt wissen wir auch, wie Kolumbus sich mit seiner Mannschaft vorgekommen sein muss. 'Begrüssungsvögel' fliegen eine Runde um uns herum als wollten sie uns willkommen heissen und sagen: Durchhalten, es ist nicht mehr weit.
Begrüssungsvögel sind irgendwie grösser als die Lummen, die mitten auf dem Ozean leben. So Art Möven, aber auch irgendwie anders. Begrüssungsvögel halt.
Meldung aus der Vorratskammer: Wir haben noch 4 Kartoffeln, 3 Süsskartoffeln, 1 Kohl, 1 Gurke, 7 Äpfel, 10 Zwiebeln, 6 Kokusnüsse und 11 Bananen, und dies am letzten Tag vor dem Landfall. Ein Riesenlob an den Verproviantierungchef.
7. Februar, 12.TAG auf See Richtung Karibik, noch 230 Seemeilen - von Stefan
Zum Glück, dass es auf dem Atlantik keine Verkehrskontrollen gibt. Wir wären bestimmt wegen Trunkenheit angehalten worden, so sehr schlingern wir uns dem Ziel entgegen. Nachdem der Wind stark abgenommen hat, beschliessen wir auf Raumwindkurs (Wind schräg von hinten) umzulegen, um so scheinbar mehr Wind zu haben (Für Nichtsegler: Wer das nicht versteht, bekommt dies in einem Urlaubstörn an Bord beigebracht). Ausserdem sind wir sowieso noch 50 Seemeilen südlich von unserer Ideallinie.
Die Nacht sollte uns dann nochmal alles abverlangen. Winddrehungen, Schauer, Welle von Nord,... alles, auf das man gerade nachts überhaupt keinen Nerv hat. Resultat der Nacht: Nun befinden wir uns 15 Seemeilen zu weit nördlich. Toll!
Am Tage machen wir eigentlich ausser Segeleinstellungen nicht viel. Ein bisschen lethargisch sind wir vom Schlafentzug. Noch nicht einmal kochen tun wir, so energielos sind wir.
6. Februar, 11.TAG auf See Richtung Karibik, noch 380 Seemeilen - von Stefan
Der Spruch des Tages, beschreibt die Situation ganz gut: "Scheisse, ich glaub ich hab' 'nen Sonnenbrand!"
Wettertechnisch sind wir in der Karibik angekommen. Leicht bekleidet hüpfen wir über das Deck und geniessen das Vorankommen bei Bedingungen, wie sie nicht besser sein könnten.
Dabei fällt uns auf, dass wir sogar WELLENMILLIONÄRE sind! Wenn man annimmt, dass wir 14 Tage unterwegs sein werden und eine Welle 7 Sekunden braucht, um uns zu überholen, so sind wir 1,7 Millionen Mal auf und ab gehoben worden. Damit sind wir letztendlich nicht nur 4.500 km weit gesegelt, sondern auch, wenn man eine durchschnittliche Wellenhöhe von 2 Metern annimmt, einmal den Mount Everest hoch und runter! Ozeanüberquerung und Bergbesteigung gleichzeitig... was wir alles machen ;-)
5. Februar, 10.TAG auf See Richtung Karibik, noch 550 Seemeilen - von Stefan
Auf jedem Regen folgt einmal der Sonnenschein! Irgendwann am späten Vormittag klarte es auf, der Wind blies wieder stetig und die Sonne lachte vom Himmel. Auch die Welle war 'weg' und ein Bordleben wieder möglich. Geniesen konnten wir es noch nicht, hatten wir beide doch eine Mütze Schlaf nachzuholen.
Den Tag tuckerten wir gemächlich dahin, schliefen und spielten Siedler von Catan.
Nun ist mittlerweile Nacht, es hat etwas aufgebrist. Die Welle rauscht geordnet von hinten heran, der fast volle Mond scheint vom Himmel und lässt die Wellen im Meer funkeln. Traumnachtsegeln mit ipod im Ohr und Cola in der Hand.
BAJU, unserer Surferdude, surft die Wellen herab, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Heute Spitze 18,5 Knoten, häufig mal mit über 15 - geil!
Ich muss zugeben, dass ich mich manchmal aufs Deck, oder noch besser ganz oben auf's Bimini (Sonnendach), stelle, gegrätschte Fusstellung, Beine leicht in den Knien gesenkt und mit den Armen wedel, wie ein hawaiianischer Surf-Guru. Die Surfsesions sind häufig meherere Sekunden lang und lassen einem den Atem stocken. Maxi-Ozean-Riding, oder so was. Wird bestimmt mal Trendsportart.
BAJU bleibt dabei in der Spur, wie ein ICE und wir beschliessen, dass alles gut so und BAJU nun mal ein Suferdude ist.
Oldiegünther quikt nun nicht nur, er quitscht auch noch. Dies, weil er alles auf seine alten Tage, die er nach der Entsorgung in die Ersatzteilkiste jetzt doch erleben darf, so wahnsinnig spannend findet oder kurz vor dem Herzinfakt steht.
Wir wissen es nicht. Wir reden ihm aber weiterhin gut zu und versprechen, ihn auch auf dem Pazifik auf alle Fälle kurzzeitig einzusetzen.
4. Februar, 9.TAG auf See Richtung Karibik, noch 700 Seemeilen - von Stefan
Traumsegeln, sowie's im Buche steht. Die Sonne lacht, der Wind bläst stetig von achtern und die langen Wellen lassen das Schiff gemütlich nach links und rechts wackeln. Man sitzt auf dem Vorschiff, träumt ein bisschen in den Tag hinein, liest ein Buch oder macht ein Nickerchen. An diese Kapitel in den Weltumseglerbüchern kann ich mich erinnern. Ich hab schon gedacht, dass bei unserer Überfahrt dies überhaupt nicht mehr so kommt.
Am Mittag wird dann das Segelmavöver, das ordnungmässig am gestrigen Tage beantragt und genehmigt wurde, ausgeführt. Seit 2 Tagen ist BAJU nämlich eigentlich mit ein bisschen zu wenig Segelfläche unterwegs. Der Bequemlichkeit wegen ('ach, läuft doch grad so gut' oder 'ich glaub in der nächsten Wolke kommt mehr Wind') konnten wir uns bis jetzt zu keinem Segelwechsel aufraffen. Nach langen Beratungen und Abwegungen alle Argumente kam der BAJU Schiffsrat unter TOP3 der Tagesagenda zu den Schluss, dass ein Segelwechsel unumgängiglich sei und alle resultierenden Risiken weitestgehend kalkulierbar. Die Ausführung wurde auf 15 UTC des folgenden Tages festgelegt.
Zur Klärung: Der BAJU Schiffsrat hat auf Langfahrt jedem strukturellen Segelwechel, ausgenommen sind Ein- und Ausreffen sowie Aktionen zur Sicherung von Leib und Schiff, einstimmig zuzustimmen. Anträge sind bis 12 UTC schriftlich in 2-facher Kopie einzureichen, um am folgenden Tagen nach Beschlussfassung ausgeführt zu werden.
Ein lauter Knall. PENG - Oldiegünther hat den 2. Keilriemen geschafft! Der neue Keilriemen, der aussieht, als könne man ein Atomkraftwerk damit betreiben, liegt am Boden zerstört - einfach gerissen. Ein trauriges Bild. Wie weggeblasen waren die 'ist Atlantiksegeln nicht wunderschön'-Gedanken und wurden blitzschnell von 'müssen wir die restlichen 700 Seemeilen nun doch selber steuern?' ersetzt.
Glücklicherweisen hatten wir uns ja mit 2 Ersatztiemen ausgestattet und so ging nun der Ersatz-Ersatz-Riemen an den Start. DURCHHALTEN! Die beiden gerissenen habe ich trotzdem vorsichtshalber genäht. Ob das halten würde, wollen wir lieber nicht ausprobieren.
Am Abend war es dann aber endgültig vorbei mit dem Traumsegeln. Wolken mit Regenschauern zogen auf, mit allem was dazu gehört. Segel raus, Segel rein, Regenklamotten an - aus. Am nervigsten waren die Winddrehungen, auf die ein Schiff auf Vorwindkus (platt vor Laken) sehr sensibel reagiert. Häufig standen wird mit ausgebaumten Gross oder Vorsegel im Wind und nichts ging mehr. Festgefahren, wie der Jeep mit durchdrehenden Reifen im Schlamm. Das hies dann , schiften oder Segel bergen oder sonstwas. Obernervig, dazu häufig nass und stockedunkel.
Die Nacht war der HORROR. Jede Stunde Platzregen, Winddrehungen und Veränderung der Stärke. Dazu eine Holpersee, wie in der Milchkanne bei der Treckerfahrt über das Kopfsteinplaster. Wir liefen herum, wie ein Rodeoreiter auf seinem wilden Pferd - Stufe 7. Die Welle kam eigentlich überall her und explodierte an der Schiffswand. Geraüschpegel: Schützengraben Verdon 1915.
Geschlafen haben wir beide diese Nacht nicht.
3.Februar, 8.TAG auf See Richtung Karibik, noch 850 Seemeilen - von Stefan
Nach dem wir die Papayas unter Kontrolle gegessen haben, folgen nun die BANANENTAGE. Die Staude wird langsam reif und so wird es diese Tage Papaya-Bananen-Salat, Bananenpfannenkuchen mit Kokussflocken, gegrillte Bananen mit Schoko und Rum flambiert und Bananenkuchen geben. Falls jemanden noch was zum kochen mit Bananen einfällt, bitte an info(at)baju-sailing.de eine email schreiben. Die wir uns dann auf hohe See an Bord geschickt ...
An dieser Stelle ein 'Danke schön' an meine Oma Welsch für die alte Nähmaschine, der wir ja all' die Früchte verdanken. Und die Einheimischen haben sicher ne Menge Spass damit und einer von ihnen hat bestimmt schon einen Nähladen aufgemacht.
Das Bordleben wird gerade stark von einem Nord-Ost-Schwell, der letzte Nacht einsetzte, beeinflusst. Dieser rollt mit ca.4 Meter schräg von hinten und überlagert sich mit der östlichen Windwelle. So geht es nicht nur im 5-Sekunden hoch und runter, was ja normal ist, sondern wir wackeln hin und her, wie bei dem Top Gun Jet beim Landeanflug auf ihren Flugzeugträger. Nur das dort der Pilot angeschnallt im Profilsessel sitzt, wir aber Abwasch zu machen haben. Ich will nicht erleben, wie's jetzt auf einem halben Schiff aussehen würde. Das Geschaukele ist nicht sehr angenehm aber wir haben uns mittlerweile so an die Schiffsbewegungen gewöhnt, dass es auszuhalten ist. Man bewegt sich aber, als wäre man volltrunken oder probiert gerade die neusten quick-step Tanzschritte.
Hin und wieder fallen wir in ein tiefes Loch oder finden uns auf einer Wellenbergspitze wieder, um 6 Meter hinunter auf den Ozean zu schauen. Es ist beeindruckend hinten vom Balkon auf die heranrollenden Wellenberge hinauf zu schauen, wie von Geisterhand meterhoch angehoben zu werden, welches häufig von einen klatschenden Tusch gegen die Bordwand gekrönt wird, um dann mit gurgelden Geräusch wieder hinab zu gleiten.
Wenn sich 2 Wellen überlagern, die sich dann meistens auch noch brechen, geht es schon recht laut und manchmal auch nass zur Sache. Dann hüpft der Laptop auf dem Saloontisch und eine Welle hat sogar ihren Weg ins Cockpit gefunden. Aber nur ein kleiner Schwall, nichts besorgniseregendes. Nässe Füsse halt. Die Terassentür steht immer noch offen.
Laut BAJU BASIS soll morgen der NO-Schwell vorbei sein. Wir werden ihn nicht vermissen.
Heute Nachmittag haben wir einen schönen Schrecken bekommen. Nachts schauen wir immer artig minestens alle 15 Minuten herum, ob sich ein Schiff in Sichtweite befindet. Am Tage, wenn man die Schiffe wegen der fehlenden Beleuchtung eigentlich viel schlechter erkennen kann, sind wir da nachlässiger. Als ich dann bei gemütlicher Kaffeerunde eine Rundumblick mache, fallen uns fast die Augen aus dem Kopf. Ein Frachter kreuzt unseren Kurs in noch nicht mal einer Meile Entfernung. Das ist gefühlt so, als ob Claudia Schiffer mit einem in der Dusche steht. Kein direkter Kollisionskurs, aber fast. Wir wissen nicht, ob der Frachter uns gesehen hat und uns eventuell sogar ausgewichen ist.
Wir nehmen dies als Zeichen, auch am Tage wachsam zu sein und erfreuen uns an dem Anblick, nicht alleine auf dieser Welt zu sein. Ausserdem ist es interessant zu beobachten, die der NO-Schwell am Burg des Schiffes, der schnell dicht an uns vorbeizieht, explodiert.
2.Februar, 7.TAG auf See Richtung Karibik, noch 1.000 Seemeilen -
BERGFEST- von Stefan
Ich wollte mich gerade an den Laptop setzen und über den tollen
sonnigen und schnellen Segeltag, an dem eigentlich nicht viel
vorgefallen ist, berichten, da veränderten sich abrupt BAJU's
Bewegungen, mit denen man nach über einer Woche auf See sehr vertraut
geworden ist. Das Grosssegel stand back (mit der flaschen Seite zum
Wind), da wir eine Patenthalse (unabsichtliche Halse) gefahren sind.
Und der Keilriemen von Günther-I lag gebrochen am Boden!!!
Da der Wind sowieso auffrischte und nach Wettervorhersage noch weiter
zulegen soll, übernahm Heike das Steuer, während ich das Grossegel
ganz hinunter nahm. Nun segeln wir nur noch mit dem Vorsegel als
Taschentuch zusammengerollt. Nicht mehr so schnell wie den Tag über,
aber da es auf den Abend/ die Nacht zugeht, waren wir sowieso zu
schnell unterwegs. Wenn's am Tag einem manchmal bei den
Gurgelgeräuschen bei 16 Knoten surf ganz mulmig wird, dann ist das
nachts schlimmer als in der Geisterbahn.
Aber zurück zu Oldie Günther-I. Der hatte mit seinem Motor den
Keilriemen zerfetzt, als BAJU mit backstehenden Grossegel aufgestoppt
wurde. Was für eine Leistung! Das Autopiloten-EKG hat er somit
problemlos bestanden. Warum wir so cool darüber berichten können und
nicht über 1.000 Seemeilen Handsteuern fluchen?
Weil wir auf Malta in weiser Voraussicht 2 neue Keilriemen gekauft
haben (die wurden übrigens mit dem Hinweis aus England eingeflogen,
dass es nur noch 80 auf Lager gibt und schon sehr sehr lange nicht
mehr produziert werden)! Wären wir dort nicht so hartnäckig geblieben
uns Ersatz zu besorgen, hiess es jetzt steuern - eine Woche lang - Tag
und Nacht.
EIN PROST AUF GÜNTHER-I und seine Ersatzkeilriemen.
Und ein Prost auf uns, feiern wir heute doch BERGFEST. Aktuell 990
Seemeilen to go!
Man merkt, dass wir der Karibik näher kommen. Die Luft wird wärmer, es
regnet immer häufiger, meist kurze Nieselschauer, und den Cubra Libre
kann man schon fast riechen. Na ok, so nah sind wir nun doch noch
nicht...
Heute wurde die Zeit auf BAJU auf UTC-3 umgestellt. Hätten wir ja
eigentlich schon vor 2,5 Grad machen müssen, aber wir haben ja zur
Zeit wenig Termine ;-)
1.Februar, 6.TAG auf See Richtung Karibik, noch 1.200 Seemeilen - von Stefan
Heute wurde das Fischfangverbot, das vor 3 Tagen verhängt wurde, aufgehoben. Der Küchenchef verortnete Fisch-Freie-Tage, da wir seit Ankunft Kapverden eigentlich nur noch Fisch assen. Super lecker & gesund, aber der Gaumen zehrte sich mal nach etwas Anderem.
Heut' morgen konnte ich also meinem Jagtinstinkt freie Lauf lassen und hatte am Mittag tatsächlich wieder eine Dorade am Haken. Der Räuber kämpfte wie verrückt und löste sich kurz vor seinem Weg in die Pfanne vom Köder. So ein Mist, hatten wir uns doch im Kopf schon ein leckeres Gericht für diese schmackhafte Golddorade (auch bekannt unter Mahi Mahi) ausgemalt. Vor 3 Tagen, kurz vor Verhängung des Fischfangverbotes, hüpfte mir schon einmal eine vom Haken. Kurze Enttäuschung.
Günther-I wird gepflegt, wie noch nie. Steuerseile, sowie alle beweglichen Teile der Ruderanlage eingefettet, die Schleppleinen ziehen wir immer noch hinter uns her, damit die Schlingerbewegungen reduziert werden und Geschwindigkeit wird aus dem Schiff genommen, sobald es aufbrist. Wenn es regnet, wird er liebvoll abgedenkt und nach dem Schauer trocken getupft. Wenn Günther-I Schokolade verlangen würde, bekäme er unseren gesamten Vorrat, bis auf's letzte Stückchen.
Noch quiekt er vor sich hin und steuert BAJU, als ob es ihm Spass machen würde. Das come-back eines Oldies.
Das Wetter ist durchwachsen. Mal herrliches Sommersegeln, wie es im Buche steht, dann wieder Regenschauer und fette Bewölkung. Auch der Wind schwankt ziemlich stark, dass wir mindestens 5 Mal am Tag ein- und ausreffen müssen (verkleinern bzw vergrössern der Segelfläche).
Heute war Papagatag. 4 dicke Dinger waren auf einmal reif und wollten gegessen werden. Learning: Kaufe nie bei einer Marktfrau alle Früchte von einer Sorte. Diese kommen im Zweifel vom selben Baum und werden gleichzeitig reif. Morgen wird auch Papagatag sein...
31. Januar, 5.TAG auf See Richtung Karibik, noch 1.300 Seemeilen - von Stefan
Wie endete der letzte Logbucheintrag?? "Ihr seht, eigentlich passiert nicht wirklich viel ..."
Das hätte ich wohl nicht schreiben sollen. Die letzten 2 Tage ist nämlich sehr viel passiert und es war grosse, wie soll ich sagen, angespannte Hektik an Bord der BAJU!
Es gibt 2 technische Geräte, die man vor allem auf einer langen Fahrt wie dieser nicht missen will.
Das allerwichtigste ist der Autopilot, der Steuerautomat, der bei Tag oder bei Nacht das Schiff auf Kurs hält. Er isst und trinkt nichts, muss nie PiPi machen sondern braucht nur ein bisschen Strom, wenn er elektrisch angetrieben wird wie unserer. Er steurt quasi immer das Schiff ohne zu murren, meist besser als man es selbst tun könnte. Seinetwegen ist man nicht an das Steuerrad gefesselt und kann, gerade bei kleiner Crew, seinen Tagesablauf nachgehen, essen, schlafen, lesen, Segelmanöver fahren oder auch PiPi machen. Was tagesüber ja mal für ein paar Meilen Spass machen kann, ist nachts bei absoluter Dunkelheit und schwierigen Wetterbedingungen nur mit allergrösster Konzentration machbar.
2 Wochen über den Atlantik steuern zu müssen ist eine Horrorvorstellung.
Dieser Horrorvision sind wir jetzt ganz nah! Vorgestern Nachmittag verabschiedete sich unser neu installierter Autopilot (Günther-II), der uns von den Kanaren auf die Kapverden schipperte, mit einen für uns vorher unbekannten Geräusch. Die Diagnose war schnell und eindeutig zu machen: Die Zahnräder im Antriebsmotor waren unter der Last des Lenkens gebrochen. Beim Kauf den neuen Piltoten haben wir bewusst das kleinere Model gewählt, weil wir den komplizierten Einbau des Grösseren vermeinden wollten und meinten, dass dieser es auch tun würde. Na, ein bisschen zu geizig waren wir wohl auch, haben uns Seglerfreunde doch zu dem stärkeren Model geraten. Folgenschwerer Fehler!
Die Ersatzteile für gebrochene Zahnräder waren in Gibraltar, wo wir Günther-II erstanden haben, leider nicht lieferbar, also nicht an Bord.
In diesem Moment sahen wir uns schon die verbleibenden 10 Tage, Tag und Nacht, am Steuer sitzen! Ruhe bewahren.
Günther-I schlummerte ja in seiner Seniorenkiste irgendwo in der Bilge und sollte jetzt seinen grossen Auftritt haben.
Nach stundenlanger Umbauaktion, die während der Fahrt nicht ganz trivial war, ist jetzt wieder der altersschwache Alte, eigentlich auch zu kleine Autopilot (Günther-I) installiert, und wir hoffen, ja flehen 'Orginalgünther' an, die verbleibenden 1300 Seemeilen durchzuhalten. Seine letzte Performance vor seiner Pension war nicht wirklich berauschend, weswegen wir ihn ja auch austauschten. Letzte Nacht sassen wir auf alle Fälle am Steurrad, um den Keilriemen ständig nachzujustieren. Heute wurde dies optimiert und wir können den Steuerstand jetzt wenigstens wieder verlassen.
Wir haben unseren Kurs auf 'Schmetterling' geändert (ein Segel links, der Andere rechts), weil dies der unanstregenste Kurs für Günther ist, wie wir meinen. Damit segeln wir jetzt zwar gute 10 Grad zu weit südlich (Ruchtung Barbados), aber wir denken, dass wir ein wenig später auf der Reise, wenn der Wind weiter auf Ost dreht, bequem wieder hochsegeln können.
Ausserdem haben wir 2 lange Schleppleinen ausgelegt, die uns besser auf Kurs halten sollen, gerade wenn unser Surfer-Dude die Welle runtersurft. Ausserdem reduzieren wir die Segelfläche jetzt schon, wenn es anfängt Spass zu machen. Damit sind wir zwar langsamer, aber darauf kommt es jetzt wahrlich nicht an.
Heike meinst gerade, Günther quikt, wie noch nie zuvor. Nichts was wir mehr tun können.
Drückt mal alle mit uns die Daumen, dass wir den Rest der Stecke (noch min. 8 Tage) nicht selber steuern müssen!!
Das zweitwichtigste Gerät ist unsere Kurzwellenanlage, mit der wir täglich Wetterinformationen erhalten und mit dem wir mit dem Rest der Welt in Verbindung stehen. Phychologisch ist das eine riesen Hilfe.
Am Abend vor dem Günthertod schlaltete sich die Funke einfach nicht mehr ein. Mmmmmh, das hat sie noch nie gemacht. Schnell hatte ich rausgefunden, dass eine Sicherung durchgeflogen war. Meist hat das ja einen Grund und so überprüfte ich ein paar Kabel. Alles gut, wie ich beschloss, baute ein neue Sicherung ein und... BUM, wieder kaputt. Ok, Thema auf nächsten Morgen vertagt. Ersteinmal ging es in die unruhige Nachtwache. Die ganze Nacht wurde gerübelt, wo denn der Fehler liegen mag.
Nun, womit wir den folgenen Tag beschäftigt waren, habe ich ja schon oben beschrieben ...
Die Funke ist mittlerweile wieder in Betrieb. Für Interessierte eine Kurzfassung:
- Steuerungskabel des Batteriecontrollers, die zur Zeit nicht benötigt werden, lagen am Schiffsrumpf und setzen die Aludose so mit 12V unter Strom (So kan man übrigens ziemlich schnell ein Aluboot durch Elektrolyse versenken. Heike´s berechtigten Anschiss hab ich mir abgeholt)
- Durch das Antenenerdungskabel lag nun 12V an, was die Funke anscheinend nicht sonderlich mag und mit verschmorter Sicherung quittiert
- Da die stärkste Ersatzsicherung, die ich zu Händen hatte, nicht 30A wie benötigt, sondern nur 9A hat, können wir nicht mit voller Power senden und so nicht mehr mit unseren Seglerfreunden quatschen. Aber für die Datenübertragung reicht's. Uff.
Mittlerweile ist wieder (etwas angespannte) Ruhe im Bordalltag eingekehrt. Das erste Mal seit Abfahrt Kanaren hatten wir für einen Augenblick für uns 'typisches' Atlantiksegelwetter, so wie alle screiben und erzählen: Wind und Dünung von hinten, Sonnenschein und warm. So sassen wir bei Sonneruntergang auf Deck und haben uns einen Schluck Baileys gegönnt, den wir auf Günther-I angestiessen. Heute Nacht können wir hoffentlich im 15 Minutentakt wieder ruhen, statt am Steuer zu sitzen. Das schlaucht schon sehr.
29. Januar, 3.TAG auf See Richtung Karibik, noch 1.700 Seemeilen - von Stefan
Haben heute Nacht tätsächlich einen Frachter gesehen. Ist ziemlich dicht an uns vorbei getuckert, mussten aber nicht ausweichen. Dies war eine schöne Motivation, die Wache und den Ausguck' gewissenhaft zu erledigen. Das heisst nachts für uns entweder wach zu sein, oder zu dösen und den Wecker alle 15 Minuten klingeln zu lassen, um zu schauen, wie die Welt um uns herum aussieht.
9 fliegende Fische lagen auf dem Deck/Netz herum. Da es heute Fisch-McNuggets von dem so schmackhaften Wohoo aus Brava geben soll, landeten alle über Bord. Vielleicht kommen die nächsten Tage ein paar Dinger mal in die Pfanne. Bericht folgt.
Die Flugeigenschaften der fliegenden Fische kann man wunderbar am Tage beobachten, da die Dinger häufig in Scharen um uns herumfliegen.
Gestartet wird immer gegen den Wind. Woher die Jungs wissen, wo der Wind herkommt, weiss ich nicht. Aber sie scheinen es zu wissen. Nach dem Start trennt sich die Spreu vom Weizen:
Da sind die 'Athleten', die gegen den Wind soviel Strecke zu machen versuchen, wie es nur geht, was in der Natur wahrscheinlich heisst, die Chance zu verringern, gefressen zu werden. Diese Topathleten strampeln wie verrückt mit ihren Flossen und schaffen so meist mehrere relauches bei günstigem Abprallwinkel zur nächsten Welle. Die Methode ist zwar bestimmt nicht sehr Engerie effizient, funktioniert aber wohl.
Die 'Looser' stürtzen nach einigen Metern mit einem tollpatschigen Geplätscher wieder ins Wasser. Was sich dann abspielt weiss ich nicht, aber viele werden sicherlich von dem Verfolger sofort vernascht. Somit müssten nach Lorenz die 'Looser' der fliegenden Fische bald aussterben.
Die 'Segler' sind die Allerschlausten. Nach dem Start fallen sie leicht ab, um praktisch bei Halbwindkurs häufig mehrere hundert Meter fast ohne Anstrengung elegant über die Wellen zu gleiten, bevor sie pfeilschnell wieder ins Wasser einstechen.
Eigentlich müsste sich nach dem Selektionprozess diese Gene durchsetzen. Leider sind es meist die 'Segler', die uns mit einem lauten Knall gegen das Verdeck oder manchmal in den Vorgarten ditschen. Sozusagen bringen wir hier die gesamte Evolution der fliegenden Fische durcheinander und hoffen, kein allzu grosses Unheil anzurichten.
Ihr seht, eigentlich passiert nicht wirklich viel ...
28. Januar, 2.TAG auf See Richtung Karibik, noch 1.900 Seemeilen - von Stefan
Der zweite Tag auf See. So langsam hat man sich an das Geschaukel gewöhnt und das man meint, alleine auf der Welt zu sein. Tolle Abwechslung sind da die Funkrunden, die wir zu verabredeten Zeiten mit unserer Funkwellenanlage verfolgen.
Da gibt's morgens die deutsche INTERMAR Runde, wo Christoph das Wetter für den Atlantik verkündet und mit ein paar Yachten quatscht, die da so rumsegeln. Wir wissen zwar selber, wie das Wetter wird, aber es ist nett ein paar vertraute Stimmen zu hören, so auch bekannte Segelfreunde, die bei der Quatschrunde mitmachen. Wir dürfen dort mit labern, da wir (noch) keine Funkerlizenz haben. Die Freaks erlauben keine outlaws.
Oooh, da fällt mir ein, dass ich mir, als ich noch mitten im Arbeitsstress saß, eigentlich vornahm für diese recht komplizierte Prüfung auf dem Atlantik zu lernen. Mmmmh, was ich mir nicht alles für den Atlantik vorgenommen habe...
Als 'Funkpiraten' quatschen wir doch einmal täglich mit Seglern, die auch gerade über den Teich schippern. Wir hören sie meist gut, sie uns aber nicht so dolle. Haben also noch Optimierungbedarf für unsere Funke.
Abends spricht 'Herb', der quasi das Gleiche macht wie Christoph, nur das er Kanadier ist und folglich die englisch sprachigen Yachten abdeckt.
Ihr seht also, nichts als Termine. Von wegen den Wellen zuschauen und die Seele baumeln lassen.... ;-)
Zeiten werden hier übrigens nach GMT (Greenwich-Zeit) vereinbart, da sich die Funker meist in unterschiedlichen Zeitzonen befinden.
ABER, wieviel Uhr haben wir eigentlich an Bord? Auf den Kapverden war GMT (UTC) -1, aber jetzt auf hoher See.
Wieviel Uhr wir an Bord haben, beantwortete BAJU BASIS so:
"Zeitzonen: Das ist ja ganz einfach (Zeit ist Länge und Länge ist Zeit. 360 Grad / 24 Stunden macht 15 Grad. Also alle 15 Grad ist eine neue Zeitzone. GMT (oder UTC) ist jeweils 7,5 Grad um Greenwich, folgend fangen die weiteren Zeitzonen bei 22,5, 37,5 und 52,5 Grad Länge an. Nun seid Ihr schon weit über 22,5 hinaus, folglich ist bei Euch bis 37,5 Länge jetzt gerade UTC-2. Wie, werdet Ihr jetzt sagen, Kapverden war doch grad UTC-1. Stimmt, aber die Kapverden sind halt politisch bei UTC-1, geografisch sind sie bei UTC-2. Da, wo Ihr ankommt ist UTC-4, ihr habe also noch 2 Zeitzonen zu überspringen. Alles klar jetzt? Ihr müsst die Uhren also ne Stunde zurückdrehen,
falls Ihr das noch nicht gemacht habt."
Ok, das haben wir gecheckt und alle Uhren gestellt.
Die Wache machen wir logischerweise nach Bordzeit. Immer 3 Stunden im Wechsel in der Nacht (8-11,11-2,2-5,5-8 Uhr), am Tage nach Absprache. Das weite Nichts des Ozeans verführt einen gerade nachts zu pennen, wenn es die Wetter- und Segelsituation zulassen. Aber Vorsicht. Siehe nächsten Morgen ...
Mittwoch, 28. Januar 2009, auf dem Atlantik, 1970 Seemeilen bis Dominica in der Karibik, von Stefan
Die erste Nacht auf See. Pechschwarz ist es und die Wellen gurgeln und donnern. Ich muss mich ersteinmal wieder daran gewöhnen. Günther versucht BAJU so gut es halt geht, wenn die Wellen schräg von hinten kommen, in der Bahn zu halten. Das klappt meistens gut, manchmal wird man fast aus der Bahn geworfen. So wie im Bus, der zu schnell um die Ecke biegt.
So passierte es auch unserem Backofen, der, nachdem Heike lecker frisches Brot gebacken hatte, ungesichert auf dem Gasherd stand. Lautes Gepollter, Glasscheibe im Deckel kaputt. Und nur weil ich vergessen habe, ihn nach der Entsicherung gleich zu verstauen. Jetzt muss ich mir wohl irgendwas zur Reparatur ausdenken, sonst gibt es den Rest der Reise nur noch Müsli.
Flott sind wir gestartet und sind mit bis max. 16 knoten (das ist gefühlt wie kurz vor dem Eintreffen in den Hyperraum) die Wellen runtergesurft. Das erste halbe Etmal (12Uhr mittags bis 12Uhr nachts) betrug 110sm - viel, wie wir finden. Jetzt in der Ncht geht es etwas ruhiger zur Sache. Heike schläft, sonst hätte sie sicher schon die lahme Fahrt beanstandet.
Manche haben Mäuse im Keller, wir fliegende Fische auf dem Dach. Das hört sich dann an, wie Mäuse beim Gruppensex, nur trauriger ist die Geschichte. Man stelle sich das mal vor: Da schwimmt so ein Fisch im riesigen Ozean glücklich und zufrieden daher, fliegt aufgeschreckt durch die Luft und landet auf den einzigen paar Quadratmetern 'nicht Wasser', die es hier so gibt. Die Chance als fliegender Fisch auf einer Segleryacht zu verenden mag wohl die Gleiche sein, Claudia Schiffer bei Aldi zu treffen - dumm gelaufen.
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