Sind Freitag Mittag aus Grenada losgedüst und 2Uhr Samstag nachmittags hier auf Tobago angekommen. War eher anstregend und vor allem deprimierend. In der Nacht haben wir 10 Seemeilen gut gemacht. Die Strömung ist mörderisch und der Wind war voll auf die Nase. Sind am Ende viel motort, aber der Sprit ist ja billig hier :-)
Erst Eindruck Tobago ist genial. Super freundliche Leute und alles etwas lockerer und unterentwickelter als Rest der Karibik. Tolle Landschaft. Na, wir haben ja genug Zeit die Insel zu entdecken.
Liegen am Südzipfel in der 'Store Bay' neben der CAYENNE, die ihre Mädels zu Besuch haben.
Wir werden die Woche jetzt hier im Süden bleiben bis Vinnie kommt. Ich muss ja noch Schwert bauen.
Soweitin Kürze. Positionen und Logbuch folgt.
LG Stefan & Heike
16. Juli 2009, Grenada, Prickly Bay, von Heike
Heike: "Ich hab geträumt ich hab E-Gitarre gespielt"
Stefan: " Ich hab geträumt, dass ich ein Rockstar bin"
Tatsächlich waren wir gestern Abend auf einem dieser mega Lagoon-Katamaranen.
Auf der Bootmesse in Dsseldorf durften wir uns die Lagoon nicht anschauen,
da wir nicht in deren Zielgruppe passten. Also luden wir uns kurzentschlossen
bei unseren neuen Nachbarn zum Sundowner ein. Mit Popcorn und gekühltem
Rosewein überfielen wir Rob und Lucy. Rob, 38 Jahre, erklärte, das er
sein Geld als "böser Bub" verdient hat und jetzt einfach nur
Spass haben will. Vom Segeln hat er überhaupt keine Ahnung, ist seit
8 Monaten unterwegs, hat das Schiff in Florida gekauft und sich von
3 verschiedenen Skippern "ausbilden" lassen. Lucy, 21 Jahre,
ist seit genau einem Monat an Bord und eine echte, naja wie soll ich
es sagen: Tussy, vielleicht. Sie sieht gut aus, läuft oben ohne rum
und kichert ber jeden nicht lustigen Witz.
Der Steuerstand ist über dem Bimini und vorne gibts eine Loungeecke
hinter dem Netz. Die Bar draussen hat einen extra Kühlschrank, Tiefkühler
und Kaffeemaschine sind logischerweise auch an Bord und klar, ber Klimaanlage
reden wir erst gar nicht. Die Küche ist oben neben der riesen Sitzecke
und hat die Fenster nach draussen geöffnet. Der Salon hat Panorama-Rundumblick,
wie auf dem Fernsehturm. Eben ein sehr bequemer Yogurtbecher, mit allem
Luxus, mehr ein Haus als ein Boot.
Als Gast genossen wir den Beamer, den Rob zusammen mit der X-Box rausholte.
Schwups waren die E-Gitarren verteilt und die Band stand. Stefan brüllte
über das Ankerfeld während Lucy und ich die Gitarren übernahmen. Rob
holte alles fürs Essen raus und zusammen wurde gekocht, gegessen und
viel gelacht. Der Höhepunkt des Abends war als wir das Unterwasserlicht
bestaunen durften. Grell-blaue Unterwasserscheinwerfer. Wie geil ist
das bitte! Rob erzhlte, dass es nachts die Meerestiere anzieht und
ein Mitternachtssnorcheln zum echten Erlebnis wird. Stefan hat sein
neues Projekt schon gefunden ;-)
Prickly
Bay ist eine riesen Bucht, in der nicht nur 66 Yachten (in der Hochsaison
sollen es angeblich ber 130 sein) ankern, nein, die Bucht ist gesumt
von Häusern, was sag ich, Villen. Eine schöner und exotischer als die
andere. Da unser Nachbar, Chris, eine dieser tollen Häuser für einen super
reichen Iren entworfen und erbaut hat, hatten wir die Chance dieses aus
der Nähe zu betrachten. Der Eigner ist zur Zeit in Österreich, da seine
Freundin Nachwuchs bekommt. Der Pool ist der grösste in ganz Grenada.
Das ganze Haus ist nur vom Feinsten, so kommt der Marmor aus Italien und
die Sonnenabdeckung der Veranda, die das gesamte Haus umgibt, ist Hurrikansicher.
Fr 20.000 US kann man die Hütte ber Weihnachten mieten. Oder lieber
doch nur den Gästeturm für 2.000 US die Woche?
Blick
über den Pool auf BAJU
Handtaschen
oder Schuhe gibts bei uns nicht, wir wählen die farblich passenden Bierkhler
zum Top :o)
Sonnenuntergang
am Strand geniessen
die Bajus und
die Pukuris
09. - 14. Juli 2009, Grenada, Spice Island
Marina, Prickly Bay, von Heike
BAJU im Wellness-Center
Mmh, wenn BAJU im Wellnesscenter ruht, heisst
das für uns Arbeiten. Nun gut, nach ber einem Jahr segeln war es unbedingt
an der Zeit, das wir unser Antifouling (Unterwasseranstrich) erneuerten.
Die Marina war gefunden, der Preis o.k., die Farbe hatten wir schon in
Martinique erstanden, ... also los gehts.
Donnerstag morgen um 9 Uhr war Slip-Termin.
Selbst der Skipper wurde ein wenig nervös, da der Lift sehr eng aussah.
Wir sind 7,10 m breit (das dachten wir tatschlich bis dahin noch) und
der Lift 7,90m Das sollte passen, rechts und links noch ein Fender dazwischen.
Fein. Aber es kam ganz anders....
Zum Glck war wenig Wind, so war das Hineinfahren für Stefan kein Problem.
Aufregung entstand, als BAJU mit seiner breitesten Stelle immer weiter
hineinglitt bzw fast stecken blieb. Fender waren alle bereit, aber gebraucht
konnten wir sie nicht. Zwischen Betonwadn und Schiff passte einfach
gar nix mehr.
Da ist die Mauer, ein Haltegurte
und Baju. Nun gut, Baju ist wohl breiter
als wir dachten. 7,80m ist das neue Mass. Wir lernen nie aus.
BAJU hängt im Lift und unsere Nerven
erholen sich ganz langsam wieder.
Zuerst bekommt BAJU eine Wassermassage.
BAJU wird gestreichelt und langsam auf die Sttzen abgelassen.
Nach 5 Tagen schleifen und malen war es glücklicherweise am Dienstag
wieder soweit, das BAJU das Wellnesscenter verlassen durfte und nun
sind wir dran mit ein paar Streicheleinheiten :o))
Die Tage an Land waren ungewöhnlich für uns. Nicht nur, das wir uns
wieder an die Landgeräusche gewöhnen mussten (z.B. Hundegebell, das
Muhen von Kühen, die ächtlichen Runden der Sicherheitsleute, das Krähen
der Hähne beim Sonnenaufgang,....) auch an das Nicht-Schaukeln mussten
wir uns gewöhnen und das nächtliche auf Klo-Gehen war eher mühsam. Wir
mussten nicht nachdenken, ob der Anker noch hält, nein, nur der Juckreiz
der Moskitostiche war in unseren Gedanken verankert. Aufgrund der vielen
kleinen Biester bernachteten wir in unserem Zelt, was wir auf dem Netz
aufgeschlagen hatten. So kam wenigstens ein bisschen Luft durch, war
regensicher und moskitofrei. Nächstes Jahr will die Marina wohl Airconditioner
vermieten. Das wäre eine feine Sache gewesen.
Unsere Freunde von der SY RENATA
waren auch im Wellnesscenter.
Tanja, du siehst einfach spitze aus.
10. Juli 2009, Grenada, Fish-Friday Party
in dem kleinen Fischerdorf Gouyave, von Heike
Welcher Rumpunch darfs denn sein?
Fisch, Fisch, Fisch in allen Variationen.
Sogar die T-Shirts haben Fische ...
Fisch-Freitag - das ist eine Strassenparty in dem kleinen Fischerdorf
in der nrdlichen Ecke von Grenada. Jeden Freitag wird der fangfrische
Fisch auf die unterschiedlichste Art und Weise zubereitet, dazu Rum
in allen Variationen und natrlich laute Musik. Das ganze geht bis spät
in die Nacht. Fr uns nach zwei Tagen Schleifarbeit eine nette Abwechslung..
Tausend kleine Stände wurden aufgebaut und an jedem bruzelte
irgendwas Leckeres in den Töpfen und Pfannen.
Mittwoch 1.Juli 2009, Grenada
Sind auf Grenada angekommen. Sehr schöne Insel. St-George ist die schönste Stadt, die wir bis jetzt in der Karibik besichtigt haben. Toller Flaire.
Logbuch folgt.