Niederländische Antillen bis Dominikanische Republik
Dezember 2009:
25.
Dezember 2009 - 03. Januar 2010 - Samana Bucht, DomRep, Karibik -
von Stefan
Zeitgleich zum letzten Jahr besuchten
uns Pico & Sarah am 1. Weihnachtsfeiertag für diesmal knapp
10 Tage, um BAJU-Urlaub zu machen.
Nach dem Marktbesuch im Städtchen Samana ging es zur Entdeckung
der Samana-Bucht los. Nach einer Nacht an der Nordküste der Bucht
segelten wir in den 'Los Hahitis National Park', eine Bucht in der
Bucht. Der Reiseführer versprach viel ... und wir wurden nicht enttäuscht.
Den ersten Abend ankerten wir am Buchteingang an einem
Sandstrand, der perfekt für ein Lagerfeuer einlud. Also den Teich
für das Kräuter-Stockbrot geknetet und ein grosses Feuer gemacht.
Der Vollmond schien vom funkelten Himmel - die Jungs waren zufrieden.
Die Sandfliegen haben an diesem Abend zwar unvergessliche Erinnerungen
hinterlassen und der Gewitterregen für ein abruptes Ende gesorgt,
aber super schön war es trotzdem.
Am nächsten Morgen ging es dann hinein in den eigentlichen
Nationalpark. Uns blieb die Spucke weg! Wir haben gedacht, dass
sähen wir erst in Thailand.....
Dschungelartige Felsenküste, mal überhängend, mal hoch , mal etwas
niedriger, mal ein kleiner Sandstrand mit Palmen und mal eine kleine
Flussmündung mit Mangroven. Absolute Traumkulisse und Abenteuerspielplatz!
Der Anker fiel vor einer kleiner Insel mit hoher Felswand von der
Moose über die Überhängen herunterhingen und Vogelschwärme im Aufwind
kreisten. Kein Boot weit und breit und auch kein Haus oder sonst
konnten wir absolut kein Zeichen der Zivilisation ausmachen. Nur
wir inmitten dieser grandiosen Natur - Wahnsinn.
Die folgenden 2 Tage erkundeten wir einen grossen
Flusslauf, der sich durch den Mangroven-Dschungel schlängelte, wanderten
durch Reisfelder, badeten in den künstlich angelegeten Pools eines
Luxusresorts, bestaunten die Malereien in einer grossen Höhle oder
paddelten an der atemberaubenden Felskulisse des Nationalparks mit
unserem Kajak entlang.
Landschaftlich ein mega high-light unser bisherigen Reise.
Auf dem Segelschlag zur Westecke der Saman-Bucht
knallten uns 4 fette Bonitos, wie die Locals meinten, oder 4 kleine
Tunas, wie wir dachten, an die Angel, so dass wir alle Hände voll
zu tun hatten, die Fänge einzuholen. Bis nach Sonnenuntergang wurde
mit Hilfe von ein paar Jungs, die mit ihrem Kanu herübergepadelt
kamen, ausgenommen und filletiert.
Das Städtchen 'Sanchez' entpuppte
sich beim Stadtbummel als richtig ursprünglich. Bei der Dinghianlandung
hatte sich eine Traube Kinder um uns herum gescharrt - immer ein
Zeichen, dass hier äusserst selten Touris mit dem Boot anlanden.
Ausser ein paar Ananasfrüchte, kaltes Bier und ein Sack Eis war
hier auch nicht all zu viel zu bekommen. Aber wir brauchten ja eh
nichts - der Kühlschrank war voller leckerem Fisch.
Silvester verbrachten wir vor der Insel mit dem
Luxusresort und schneeweissem Palmenstrand. Entgegen unseren Erwartungen
hielten wir sogar bis Mitternacht durch und bekamen ein kleines
Feuerwerk vom Resort als Belohung geboten. Auf der gegenüberliegenden
Seite in der Stadt Samana stieg keine einzige Rakete in den Himmel.
Silvesterraketen sind halt der reine Luxus.
Nach ausgiebiger Schnorchelsession verlegten wir
uns für den letzten Abend an einen Sandstrand, um die Stockbrotlagerfeuersession
zu wiederholen. Leider machte uns der zeitweilige Regen einen Strich
durch diese Rechnung.
Am Morgen wurden wir dann von einigen
Beamten im Jogginganzug und M16 um den Hals geweckt. Behörden, die
unsere Papiere kontrollieren wollten. In Venezuela hätte man sich
schon längst verbarrikadiert und einen Warnschuss abgebeben, hier
gehört es dazu, offiziellen Besuch zu empfangen. So ist es nun mal
in solchen Ländern. Aber die Beamten sind duchweg freundlich, weisen
sich nach Aufforderung anständig aus und verduften schnell wieder,
wenn alles geklärt ist, ohne nach Geld zu fragen.
Man muss ja auch die Jungs verstehen: Wir waren bestimmt die erste
Jacht, die jemals in dieser traumhaften Bucht geankert hat und dann
muss man solches Verhalten auch in Kauf nehmen. Dafür wird man belohnt
indem man nicht mit 20 fetten Amiyachen und einen Haufen Mooringboys
die Bucht teilt und jede 10 Miunten ein Lobsterverkäufer nervt,
sondern die super freundliche Einheimischen winken und einem zum
gemütlichen Plausch oder zum Essen einladen.
Nach toller Zeit verabschiedeten sich Sarah & Pico zurück nach
Deutschland, wo Neuschnee und die black-box auf sie wartet. Bis
nächstes Jahr!
Wir werden noch ein bisschen in Samana bleiben. Wir wollen noch
den berühmten Limon - Wasserfall besuchen und eine Busreise nach
Las Galettas unternehmen. Dann noch Wäsche waschen, Internet-Tag...
bis günstiger Wind für die Reise in den Norden der DomRep ist.
Ach ja - wichtig - die Buckelwale, die hier bald ankommen sollen,
wollen wir noch sehen!!!
25.
Dezember 2009 - Samana, DomRep, Karibik - von Stefan
Statt Weihnachtsmarkt:
Kiten in der Bahia Catalinita am Riff...
Es ist Weihnachten!!! Feliz Navidad!
Daheim in Deutschland ist weiße Weihnacht und ich
hab das erste mal so was wie Heimweh. Gar nicht an etwas oder jemand
speziellen, sondern ich habe eher viele kleine Bilder von daheim
im Kopf, die ich diese Tage vermisse.
Ob es an Weihnachten liegt? Familie, Freunde, Weihnachtsmarkt, Kerzenschein
und mollige Decke... ?
Anyway, beschweren will ich mich wahrlich nicht und das Heimweh
wird vergehen.
Bei uns gibt's übringens dieses Jahr auch weisse Weihnachten - die
Strände sind hier alle schneeweiss :-)
Allen daheim: FROHE WEIHNACHTEN!
....
während BAJU in schon fast kischiger Atmosphere
vor Anker liegt
Wie im Reisekatalog:
Die schiefe Palme am schneeweissen Strand
Für 10 Tage unsere lieben Gäste: Christian & Christiane
Es waren ihre Flitterwochen - BAJU Honeymoon
Weisse Weihnacht
Da wir die einzigen Segler in der Samana Bucht waren, freuten
wir uns ganz besonders, als uns Weihnachten Ben & Nanny von
der DUAL DRAGONS auf ihrem Weg nach Kuba besuchten.
So verbrachten wir schöne 2 Weihnachtsabende zusammen und verspeisten
ihren selbstgefangenen Wahoo.
Am 1. Weihnachtsfeiertag, auch hier ein Feiertag, mischten wir uns
unter die Locals in einer Bar.
Stopp auf einer Palmen-Strand-Traum-Insel. Wenn die Kreuzfahrer
kommen, verpieselt man sich besser schnell.
Weihnachtsausflug mit der ganzen Familie
Überall dröhnt die Musik und die Leute tanzen ihren Traditionstanz
bei dem sexy-schwingend
die Hüpften aneinander gerieben werden: Merenge
18.-19. Dezember 2009, durch die 'Mona-Passage' in die Samana Bay, DomRep - von Stefan
Nach zwei klasse Kite-Tagen in der riesigen Bucht 'Bahia Catalinita' in wir mutterseelenalleine hinter dem Riff lagen und so weit das Auge reichte nur Palmen, Mangroven, den weiten Ozean und nachts den klaren Sternenhimmel bestauten, ging es zum Day-Stop an die Westseite der Insel Catalinita mit schneeweissen, plamengesäumten, kilometerlangen Stränden - so wie die Karibik in all den Urlaubsprospekten beworben wird.
Täglich werden hier hunderte von meist Bändchentouries mit Speedbooten oder Tagescharter-Katamaranen hergekarrt. Büffetsstände und Bars, ohne die die Pauschalurlauber ja überhaupt nicht klar kommen, sind nett als Palmenhütten in die Landschaft gebaut und stören kaum. Und da sich die Bändchenträger sowieso gerne zusammenrotten oder schon mittags mit roten Nasen an der Beachbar stehen, hat man weite Strandabstriche ganz für sich alleine. Um 4 Uhr nachmittags ist dann der Trubel vorüber, da sich die Bootsflotten wieder Richtung 'Bayahibe', dem Ausgangspunkt dieser Tagestrips, aufmachen.
Zur schönsten Zeit hat man diese Traumstände wieder ganz für sich alleine - wenn die Sonne im Meer eintaucht und die Küstenlinien im leuchtenden Farben erstrahlen lässt.
Da der Wind günstig vorausgesagt war, brachen wir noch vor dem Sonnenuntergang Richtung Samana-Bay auf. Vor uns lag die 'Mona-Passage', das Ostkap der Dom Rep, welches berüchtigt bei den Seefahrern ist, da Wind, Welle und Strömung zu meistern sind.
Auch wir mussten Zoll zahlen: In stockdunkler Nacht gab es kurz nach dem Kap ordentlich eins auf die Mütze.
Wolkenbruchartiger Regen, starke Böen und Strömungen, die uns zeitweilig einfach 180 Grad drehen liessen, bevor wir so richtig merkten, was los ist. Unsere Route sah auf dem Kartenplotter aus, als wären wir volltrunken.
Mit dem 2.Reff und Motorunterstützung ackerten wir uns um die Ecke bis wir genügend Seeraum hatten, um auf Nordkurs am Wind die Küste hoch zu segeln. Eigentlich war die ganze Nacht anstregendes Segeln angesagt. Aber so ist es nun mal: Wer nicht nur die Normalo-Segelrouten wählt, muss halt mal ein bisschen beissen.
Dafür war der darauf folgende Tag entlang der Nordostküste Segeln vom feinsten. Wir fuhren bei perfekten Bedingungen und Rauschefahrt am späten Nachmittag in die Samana-Bucht ein - Traumkulisse. Dschungelartig, beriges Hinterland mit Felsküsten und kleinen Strandabschnitten. Und überall leuchtende Palmen.
Bei letztem Licht ankerten wir vor einer Insel, die wie für den Karibikführer gemacht aussah. Perfekter weisser Strand mit riesigen Palmen in Felsen links und rechts eingelassen. Davor ein paar kleine Inselchen, an denen sich die Wellen brachen. Unsere Reiseführer offenbart: Der Grossteil der Insel ist von einem 5-Sterne Hotel belegt. Gute Wahl.
Morgen werden wir in der Stadt Samana einchecken und Christiane und Christian düsen von ihr aus zurück ins kalte Deutschland - ihr Urlaub, um ehrlich zu sein: ihre Flitterwochen - gehen zu Ende
17. Dezember 2009, Bahia Catalinita, DomRep - von Stefan
Was für ein geiler Kitetag!
Da unsere beiden Gäste Christiane und Christian beides Kiter sind, legten wir heute einen Kitetag an. Wir ankerten ziemlich spektatulär hinter dem Riff der Bahia Catalinita, das die flache und riesige Bucht vom karibischen Meer trennt - auf gut 1 Meter Wassertiefe.
Stehrevier, so lang das Auge reicht. Dazu 20 Knoten konstanter Wind - Traumbedingungen.
Gestern bin ich schon mit Christian durch die Wellen gerockt, vorbei an 2 Wracks, die wie geparkt im Riff steckten.
Mit dem Material-Dinghi, dass so voll war das nur noch ich hineinpasste, ging es zum nahegelegenen Strand. Die anderen trotteten durch das flache Wasser.
Heute kiteten auch die Mädels mit, nutzen diese super Anfängerbedingungen und machten ihre Sache super. Heike übte Wasserstart bis sie vor Erschöpfung nicht mehr konnte. Bis zum Abend waren wir 4 in action, hauten uns ordentlich Nudeln mit Gulasch rein und fielen (sehr) pünktlich in die Kojen.
Die letzten Tage sind wir an der Südküste der DomRep an die Ostecke geschippert. Teils mal ein wenig Industie, aber meistens belohnten tolle Küstenabschnitte unsere Kreuzerei.
Oft endlose weisse Palmenstrände so weit das Auge reicht. Glücklicherweise muss man das nicht wie im Inselbogen mit 40 anderen Yachten teilen. BAJU ankert Mutterseelen alleine. Traumhaft! Kein Stress mit irgendwelchen Beamten, die angeblich oft zu ankernden Yachten an Bord kommen sollten. Ach ja, ankern war ja eigentlich gar nicht möglich in der DomRep, solche Geschichten hatten wir vorher von anderen Seglern gehört. Zum Glück hat uns das überhaupt nicht abgeschreckt und nun geniessen wir ganz alleine die tolle DomRep. Klar, tagsüber teilen wir den perfekten Strand manchmal mit den Bändchentouris, für "all inklusive" ist die DomRep ja bekannt - blaues, grünes, rotes Bändchen am Armgelenk je nach Nationalität. Das Spektakel ist meistens schnell vorbei, die wollen ja wie die Japaner, 4 Traumstrände an einem Nachminttag sehen. Anschliessend geniessen wir die Palmenstrände wieder ganz für uns alleine.
4. - 5. Dezember 2009, Überfahrt von Curacao zur Dominikanischen Republik (Santo Domingo) - von Stefan
Was für eine Überfahrt!
Eigentlich fing alles super perfekt an: Ausklarieren in idylischen Wilhelmsstad auf Curacao, grosses Winke-Winke von den vielen Seglerfreunden, die in der Bucht von Curacao mit uns ankerten und auch demnächst ihre Reise fortsetzen werden (manche zurück in den karibischen Inselbogen, viele Richtung Kuba und einige direkt nach Panama) und tolles Segeln entlang der Küste zur Nordspitze. Felsenküste, Kakteenwälder, Hügel und ein kleiner Sandstrand machten diesen Übernachtungsstop vor dem Schlag zur DomRep zum echten Genuss.
Sogar ein leckerer Tuna hatte angebissen und freute sich auf unserem BBQ gegrillt zu werden.
Die anderen 4 Segler, mit denen wir die Bucht teilten, machten sich am Morgen auf Richtung Kuba. Wir mussten deutlich 'höher ran' (spitzeren Winkel zum Wind segeln), um Santo Domingo in der Dominikanischen Republik anzulaufen. Wir waren sowieso die einzigen, die Richtung DomRep segelten.
Die DomRep liegt halt nicht auf der typischen Seglerroute... genau danach sehnten wir uns ja: Mal wieder fernab von den vielbefahrenen Segler-high-ways unterwegs zu sein.
Der Wind war perfekt vorhergesagt für diese knapp 400 Seemeilen lange Strecke einmnal quer durch die karibische See.
Der erste Tag war noch kräftiger Wind und mit 2.Reff und ordentloichehn Wellen ging es flott voran. Nie unter 8, häufig mit 10 Knoten am Wind. Sport.
Völlig ohne jegliche Warnung blieb plötzlich unserer neuer Günther, unser Autopilot, stehen. So ein Mist, hatten wir diese Situation nicht schon einmal? Unser niegelnagelneuer Autopiloten, der das letzte halbe Jahr ohne zu mucken unsere BAJU so toll steuerte - blieb auf einmal stehen... Sachen gibt es!
Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos, so dass ich mich entschloss unsere Ersatzpiloten zu aktivieren. Umbaumaßnahmen bei 10 Knoten Geschwindigkeit, bei den ich sogar kurzzeitig das Steuerrad demontieren musste, sind schon spannend. Zum Glück war es zu dieser Zeit noch nicht komplett finster, was die Sache etwas erleichterte.
Der alter, etwas unterdimensionierte, Günther übernahm die Steuerarbeit mit quiken und stöhnen, so dass einer immer am Steuerrad zur Hilfe bereitsitzen musste, aber immerhin musste man sich nicht auf den Kurs konzentrieren. Eine undankbare Aufgabe mitten der dunkeln Nacht.
Morgens nahm der Wind wir vorausgesagt ab und ungerefft hatten wir um 12 Uhr mittags unser bestes Etmal errungen: 210 Seemeilen! Und das 'am Wind', mit Güntherumbau und segeltechnisch null Stress.
Den Tag über refften wir dann nach und nach komplett aus und düsten weiterhin mit flotter Fahrt der DomRep entgegen. Ersatzgünther quikte weiterhin vor sich hin und machte seinen Jobmit ein wenig Unterstützung hier und da eigentlich ganz gut.
So super wie es lief, hatten wir uns für Sonntagmorgen auf den Landfall nach nur knapp 48 Stunden für 400 Seemeilen in Boca Chica in der Nähe der Hauptstadt Santo Domingo vorbereitet, bis in der zweiten Nacht ein elendig lauter Knall ein Strich durch diese Rechung gemacht hat.
Ich schlief gerade im Solan und Heike unterstütze Günther in ihrer Wache bis ich plötzlich von einem lauten Schlag aufschreckte. BAAMMMMM!!!
Es dauerte einige Sekunden bis wir beide sichtlich geschockt realisierten, dass das steuerbord Achterstag, welches hinten im Wasser lag, gerissen ist. Jetzt hiess es schnell handeln, war des doch sowieso schon ein Wunder, dass der Mast noch stand! Immerhin waren wir zu dieser Zeit mit 10 Knoten unterwegs und somit nicht gerade auf Kaffeefahrt.
Nachdem die 70m2 Genua aufgefiert und weggerollt war, hatte ich Hoffnung den Mast nicht zu verlieren, der sonst Sekunden nach dem Achterstag runtergekommen wäre.
Die flexibeln Backstagen, die ich vor einem halbe Jahr in Martinique installiert habe und auf dieser Tour zu Sicherheit durchgesetzt habe, haben verhindert, dass das ganze Rigg in dieser Situation gebrochen ist. Bei fast jedem anderen Schiff heisst so ein Unfall: Rigg-Totalschaden. Bei einem Meter Welle kann man dann nur hoffe, dass nicht noch mehr passiert.
Glück im Unglück!! Von einem Schutzengel will ich nicht reden, da ja nicht er, sie oder es, sondern ich die flexiblen Backstagen designed und installiert habe, auch zur Sicherung des Riggs in Falle eines.... Achterstagrisses.
Der grösste Schaden war die Solarzelle, auf der der Achterstag etwas unsanft gelandet ist: Komplett kaputt!
Weiter ging es nach diesem Riesenschrecken mitten im weiten Ozean mir Sturmbeseglung, um das Rick, was wir mit Leinen zusätzlich sicherten, nicht zu sehr zu belasten. Keine 10 sondern 5 Knoten Fahrt.. Geduldsprobe.
Statt morgens kamen wir kurz vor Dunkelheit in der DomRep an. Well, den Umständen entsprechend war dies zu verschmerzen.
Noch am Abend kamen 4 super freundliche Beamte an Bord, um uns und BAJU unter die Lupe zu nehmen. Der Drogenbeauftragte inspezierte das Schiff, legte dabei aber mehr Wert darauf mir zu erklären, dass gute Merenge-Tänzer (der Tanz, den hier alle tanzen) besseren Sex haben. Äääääh, danke für den Tip.
In Boca Chica ankerten wir neben der Mega-Marina, in der die reichen Leute ihre Speedboote im Hochregallager aufbewarten und viele Hochseeanglerboote auf ihren Wochenendeinsatz warteten. In 1,5 Meter Wassertiefe im leuchteten türkisblau ankerten wir idylisch hinter weiner kleinen Insel.
Wie lernt man am besten ein Land kennen?
Mit dem Touristenführer und Kamera durch die Strassen hetzen? Nein. Am besten, wenn man nur 3 Tage (soviel Zeit hatten wir, bis die nächsten Gäste sich angesagt haben) Zeit hat um: Eine grosse Solarzelle zu ersetzen, sich eine neue Achterstagbefestigung auszudenken, anfertigen und zu anzubauen, einzukaufen, einzuklarieren und den defekten Autopiloten in die USA zu versenden. Ach, und weil es sich anbot, auch noch die arg flattrige Grosssegelpersenning neu nähen zu lassen.
Und, was soll ich sagen? Nach 3 Tagen kannten wir die ganze Stadt und hatten tatsächlich alles erledigt. Ein bisschen stolz ist man nach solchen Aktionen schon. Und reif für den Urlaub auch!
Von denjenigen den es interessiert: Beim Achterstag ist ein Schäkel, der das Achterstagdrahtseil mit dem Mast verbindet geborsten. 12mm Strahl, einfach gebrochen. Eigentlich dürfte dort auch gar kein Schäkel sein. Nun ja, im nachhinein ist man immer schlauer.
Nun habe ich 3mm Nirobleche anfertigen lassen und jeweils 3 nebeneinander zur Drahtsicherung mit Bolzen angebracht. Sieht gut aus, wie ich finde.
Wir fanden sogar Zeit uns die Hauptstadt Santa Domingo anzuschauen, durch dessen chamante Altstadt wir schlenderten. Auf Weihnachten fahren die DomRep'er übringens total ab. Weihnachtsbäume an jeder Ecke, sogar am Strand.
4. Dezember.2009Curacao / Niederländische Antillen - von Baju Basis
Baju ist unterwegs Richung Santa Domingo. Es liegen 370 Seemeilen bei seitlichem Eind und Wellen vor ihr. Bajubasis drückt die Daumen für die nächsten 3 schwierigen Tage.
03.
Dezember 2009 - Curacao / Niederländische Antillen - von
Heike
Willemstad - die schönste Stadt in der
Karibik!
Alte
Kolonialbauten, nette Cafes, Fritjes, Gemüse und Supermärkte wie in Europa,
dazu lacht die Sonne
und der karibische Flair ist nicht zu leugnen. Einfach schön hier.
Morgen ganz früh geht es los. Der Wind stimmt, angesagt
sind 15-20 kn aus Ost. Besser wird es nicht und am 10. Dez werden wir
in Santo Domingo erwartet. Hoffen wir, dass der Wind
uns nicht ärgert und dann doch aus Nordost bläst.
Nach langer zeit mal wieder ein paar Tage auf See. Wie
ungewohnt. War doch die letzte Saison segeltechnisch eher weniger los,
wird es diese Karibiksaison anders werden. Pläne sind noch die Gleichen:
Wir segeln hoch nach Norden in die DomRep und bleiben dort bis Mitte
Januar. Nachdem wir die Buckelwale bestaunt haben, geht es weiter Richtung
Westen via Haiti nach Kuba. Hier wollen wir mindestens 3 Monate verbringen,
mit einem Abstecher auf die Caymans. Danach gibt es verschiedenen Möglichkeiten,
wie Belize, Honduras oder gleich nach Panama - wir haben uns noch nicht
festgelegt.
Bertel nach seiner Zahn OP!
Die Crews von der Baju und der Odin mal wieder vereint,
leider nur für kurze Zeit, da wir Richtung DomRep und die
Odin gen Kuba segelt, aber irgendwo Karibischen Meer
werden wir uns bestimmt wiedersehen.