Schöne Momente
 
 
 

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Die Fakten
Unser Traum-Katamaran ist 14m lang und 7m breit. Genug Platz für 9 Schlafplätze, 2 Bäder, einen riesen Salon, eine offene Küche und eine Navi-Kommunikation-Elektronik-Ecke. Die riesige Deckfläche und das grosse Netz bieten Raum für ausreichend Privatsphäre.
Als „Easton 46“ Design wurde das Boot in Australien vom Vorbesitzer zusammen mit dem Aluminum-Katamaran-Guru Owen Easton in 2004 gebaut. Mit super Segeleigenschaften liegt der Speedrekord bei 19 Knoten.
Mit einem Tiefgang von nur 70cm erreichen wir fast jeden Winkel einer flachen Bucht.

 

 

 


Wie ist Baju ausgestattet?
Aus Aluminium sehr robust gebaut und für weltweite Langfahrten ausgestattet, so muss man sich über Sicherheit keine Gedanken machen. Zudem haben wir eine Kurzwellenradioanlage an Bord, so dass wir jederzeit per E-Mail erreichbar sind bzw. dies für Notfälle genutzt werden kann. Schwimmwesten, Signalmittel, Notfunksender, GPS, Radar, elektronische Kartennavigation, ... alles vorhanden. Strom erzeugt unser Windgenerator und die Solarpanel – Batterien für Kamera oder Laptop können ganz einfach wieder aufgeladen werden.

 




 

 

Die Philosopie des Schiffes ist schnell erklärt:
Baju ist kein posch-posch weiss-glänzendes Ausstellungsschiff, das hinter der blank polierten Fassade ausser Träume kaum etwas zu bieten hat. Die Qualitäten und viele Raffinessen des Schiffes offenbaren sich erst nach dem zweiten Blick. Nichts gegen Yogurthbecher, aber wir haben uns sehr bewusst für ein Aluminumschiff entschieden. Wenn wir objektiv betrachtet, nicht das aufälligste, hübscheste Boot in der Bucht sind, aber deswegen mit dem einheimischen Fischer ins Gespräch kommen oder es durch die Deckslucken nicht reinregnet, da diese nicht formschön in das Deck eingelassen sind, haben wir damit kein Problem. Sicher und schnell segeln ist uns wichtiger als den halben Tag das Deck zu polieren. Baju ist unser Häuschen auf dem Wasser, mit dem wir Abenteuer erleben und die Welt entdecken, so autark und sicher wie möglich.
 

Das Gewicht
Die meisten Katamarane sind viiiel zu schwer, worunter die Segeleigenschaften drastisch leiden. Das drückt nicht nur den Fun-Faktor, sondern ist in Extremsituationen sogar gefährlich. Baju, mit weniger als 10 Tonnen Reisegewicht, hat einen guten Kompromiss zwischen Lebensqualität und Zuladung. Zum Beispiel sparen wir liebend gerne das Gewicht der dritten Lage Spachtelmasse und investieren diese Kilos in 5 leckere Kisten Wein, um sie dort zu trinken, wo es eigentlich keinen gibt. Anstatt der dicken Eichenfuniere im Salon, haben wir lieber 3 Ersatz-Kites und 2 Tauchflaschen mehr an Bord.

Sense and Simplicity
Das Schiff ist stabil, robust gebaut und ausgestattet – irgendwie ‚ehrlich’. Die wichtigsten Features des Schiffes sind ‚prakmatisch’ gelöst, was in unserem Falle heisst: leicht verständlich, nicht störungsanfällig und einfach zu reparieren. Wo man zum kontrollieren ran muss, kommt man ran und es ist nicht übergepinselt oder hübsch hinter 3 Klappen versteckt. Dies ist sicherlich ein Kompromiss, der aber auf Baju gut gelöst ist; trotz Einfachheit und Prakmatismus. Wir wollen uns auf der einen Seite nicht ‚um-die-Welt-reparieren’, auf der anderen aber auch nicht auf all die angenehmen Spielsachen und den Technikkram verzichten. Was einfach zu lösen ist, ist einfach gelöst, aber nie auf Kosten der Sicherheit.

 
 


Das Raumkonzept

Wir haben noch nie ein Schiff gesehen, das auf den Maßen mehr Platz bietet: in der Mitte ein Riesensalon, eine mega grosse Kombüse, eine Elektronik-Navigations-Kommunikations-Ecke, jeweils 2 Doppelkabinen im Bug und Heck der Rümpfe mit jeweils einem Bad/WC.
Kombüse oben im Salon oder unten im Rumpf? Eine Kombüse im Salon ist toll kommunikativ, aber konsequenterweise recht klein, und damit es wohnlich aussieht, muss sie immer hübsch aufgeräumt sein. Die Kombüse in den Rümpfen kann gross und auch mal unaufgeräumt sein, dafür ist man im ‚Keller’, abgeschnitten vom Geschehen im Salon.
Auf Baju ist das super gelöst: da der Boden in den Rümpfen höhergezogen ist und die Verbindung zum Mittelsalon offen ist, kann man gemütlich von einem Rumpf auf die andere Seite gucken und mit dem Rest des Schiffes in Kontakt bleiben, obwohl man in der Kombüse die Kartoffeln schält. Auch wenn der Abwasch stehen bleibt, nervt das nicht gleich. Gegenüber der Kombüse, im Schwimmer auf der anderen Seite, ist unser Technik-Elektronik-Kommunikations-Navigations-Center. Der 5 x 7 Meter Riesenraum im Centralbereich des Schiffes, der zwischen 2 – 2,40 Meter Stehhöhe bietet sorgt für ein herrlich offenes Raumgefühl.



Blick vom Salon in die Küche.
 
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Das Gästebad von oben
Die vier Doppelkabinen sind komfortabel mit einer Matratzenbreite von 1,50m ausgestattet. Eine der Kabinen hat neben dem Doppelbett eine extra Einzelkoje, so dass hier zwei Einzelreisende oder evtl. Kinder wunderbar Platz finden

.. über die Grösse der Küche
staunen die meisten Leute ...
 


Ein perfekter Ort, um den Delfinen beim Spielen zuzusehen.




Die Netze vorne bieten jede Menge
Platz zum Sonnenbaden,
Schlafen, Lesen ...




Oder im Schatten vom Netz in der
Hängematte dösen.


Manche lieben es draussen unter dem leuchtenden Sternenhimmel zu schlafen, um morgens von der Sonne wachgeküsst zu werden..



Autark sein
Ein sehr wichtiger Bestandteil des Konzeptes von Baju, neben Sicherheit, Segeleigenschaften und Wohnqualität, ist es so autark wie möglich zu sein. Dies hat sehr rationale Gründe, die von der Notwendigkeit begründet sind, entlegende Ecken dieser schönen Erde zu entdecken, und zu erleben. Es ist zudem einfach schön, zu wissen, das man seinen eigenen Strom und sein eigenes Wasser herstellen kann.

 

Energiekonzept
Strom an Bord ist wichtig und bringt einen riesigen Zuwachs an Lebensqualität, gerade wenn man einen ganzen Haufen Elektronikkram verwendet. Ausserdem soll das Bier kalt sein und auf unseren Autopiloten ‚Günther’ will auch keiner verzichten. Beleuchtung spielt zum Glück seit der Erfindung der LED keine zu grosse Rolle mehr.
Solarzellen und unser Windgenerator ‚Max’ arbeiten kontinuierlich, um unseren Ampere-Hunger zu stillen. Um immer aussreichend Saft in den Leitungen zu haben, auch wenn mal kein Lüftchen weht, haben wir 600 AmpH Batterien, die den Strom speichern. Das Bordnetz hat 12V und 220V.

 

Wasserkonzept
An sich nie ganz einfach; auf Baju pfiffig gelöst. Zentraler Bestandteil sind 2 je 300L Wassertanks, die unter den Sitzbänken im Salon zwecks Reinigung gut zugänglich untergebracht sind. Mit unserem Wassermacher stellen wir keimfreies Trinkwasser her.
Die gesamte Bimini und Deckaufbaufläche ist ein grosses Regenauffangbecken, dass das Regenwasser an den Handrails entlang durch 2 Einlässe direkt in die Tanks leitet. Falls der Regen mal nicht reicht, sorgt die Entsalzungsanlage für die Süsswasserversorgung.


Segeln
Baju ist kein Rennschiff. Es ist definitiv ein flotter Katamaran, mit dem man gemütlich 10-12 Knoten segelt, ohne dass grosser Stress aufkommt, oder man den Eindruck bekommt, dass man gleich die Reissleine ziehen muss. Bislang hatten wir noch keine Gelegentheit, die 19 Knoten Geschwindigkeitsrekord zu brechen, haben aber dafür beim Segeln häufig 15 Knoten auf der Uhr. Wichtiger als Spitzengeschwindigkeiten sind beim Fahrtensegeln die Etmale (zurückgelegte Strecke nach 24 Stunden). Unsere Etmale liegen bei guten Bedingungen zwischen 185 - 200 sm.

Schwerter sorgen für gute (am Wind) Segeleigenschaften und der Tiefgang von weniger als 70cm erlaubt uns an den meisten Schiffen in der Bucht vorbei zu navigieren, um direkt vor den 3 schönsten Palmen vor Anker zu gehen.


Ein spezielles feature ist sicherlich das „Gabelbaumpatent“: also kein klassischer Grossbaum, sondern ein Konzept, wie beim Windsurfen. Die Vorteile sind:
- gewichtsparend, da durch die Biegung kaum Materialwandstärke benötigt wird
- kein gefährlicher Baum, der bei einer Patenthalse den Mast umlegen kann
- kein Baumniederholer nötig, da das Unterlieg des Grosssegels diese Funktion automatisch übernimmt
- die Segelspannung kann durch Entlastung am Schothorn einfach komplett gelöst werden, was z.B. das Reffen extrem vereinfacht
- beim Segelbergen fällt das gesamte Tuch zwischen den Gabelbaum, der ein grosser Lazyjet ist.

Motorantrieb
Das wohl ungewöhnlichste an Baju ist der ‚Tuk-Tuk Antrieb’ - bei uns nur im Einsatz, wenn er wirklich benötigt wird – wir sind ja schliesslich eine Segelyacht. Ein Autodieselmotor im Backbordschwimmer mit einer Langwelle, wie die thailändischen ‚longtail boats’ oder die indo-chinesischen Frachtkähne, lässt eine Fahrtgeschwindigkeit von 6 Knoten zu.
Ein super Konzept, da es leicht zu installieren und reparieren ist, gewichtsparend, da es nur einen Motor hat und nicht zwei, keine typischen Schwachstellen (wie sail-drive oder eine ewig leckende Stopfbüchse, da die Welle über der Wasserlinie aussenbords geleitet wird) und obendrauf lässt sich die gesamte Welle und der Propeller problemlos aus dem Wasser ziehen. Wie schon Segel-Guru ‚Bobby Schenk’ anmerkte: "Wir können nicht verstehen, warum sich ein solch einfaches und zweckmässiges Konzept nicht auf mehreren Katamaranen durchgesetzt hat." Ein bisschen gewöhnungsbedürftig, wir finden’s genial.

Baby Baju
Unsere Verbindung zum Land. Unser Aluminium Dinghy wurde schon vielseitig von anderen Seglern betrachet: es ist leicht, kein Stein kann ihm was anhaben und es kommt super schnell ins gleiten. Zugegeben, ein bisschen kibbelig ist es auch.
Mit "John" (unser 9.9 PS Aussenborder) hinten dran fliegen wir...